Archiv für Januar 2009

Ausstellung / Wolfsburg: Auf der Spitze des Eisbergs - Neue Fotografie aus Finnland

Montag, 26. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 31.01.2009 – 24.04.2009 im Kunstmuseum Wolfsburg.

Ola Kolehmainen, Are You talking to Me, 2007,
Analoger C-Print, Diasec, Ed. 6, 2-teilig, 256 x 395 cm

Die dem Norden eigentümliche Stille und Melancholie spricht aus den Fotografien der Helsinki School, einer Gruppe von Künstlern, die an der University of Art and Design in Helsinki gelehrt oder studiert haben. Die schroffen Landschaften Finnlands mit ihren rauen klimatischen Bedingungen haben einen eigenen Kultur- und Mentalitätsraum bedingt, der sich heute in den konzeptuell ausgerichteten Bildwelten dieser jungen Fotografengeneration widerspiegelt. Die Ausstellung mit 89 Arbeiten von sechs Künstlern lädt zu einer sinnlich dichten Reise durch dieses Kunstgelände ein: Sie beginnt mit den Reflexionen über Räume und Architektur von Pertti Kekarainen und Ola Kolehmainen und führt über Pernilla Zettermans subtile Untersuchungen familiärer Prägungen zu den intimen Innenwelten, die Anni Leppälä mittels der Fotografie festzuhalten versucht. In den langfristig angelegten Projekten von Joakim Eskildsen und Tiina Itkonen schließlich geht es nicht nur um die Frage, wie Menschen leben: Wenn Tiina Itkonen Eskimos und deren Dörfer im Nordwesten Grönlands fotografiert und Joakim Eskildsen die Kultur der Roma verschiedener Länder untersucht, dann zeigen die Künstler mit ihren Fotografien, was diese Menschen prägt, was sie bewegt und welche Hoffnungen sie haben.

Mit der Ausstellung Auf der Spitze des Eisbergs. Neue Fotografie aus Finnland präsentiert das Kunstmuseum Wolfsburg eine Auswahl aus dem reichen Kosmos fotografischer Bildfindungen, den die Helsinki School geschaffen hat und kristallisiert dabei innerhalb der großen Bandbreite an inhaltlichen Fragestellungen und Konzepten drei thematische Komplexe heraus:

Bei den Arbeiten von Pertti Kekarainen und Ola Kolehmainen geht es um Wahrnehmung von Architektur. Nicht zufällig beginnt die Ausstellung mit den beiden Werkgruppen Opening und Passage aus Pertti Kekarainens TILA-Serie, in der die Sujets des Fensters und der Glastür im Mittelpunkt stehen. Kekarainen nutzt das fotografische Bild als ein Medium, dessen Möglichkeit Räume abzubilden erst den Zugang zu komplexeren Raumerfahrungen schafft: Es werden spannungsvolle Situationen erzeugt, in denen die gegenseitige Durchdringung von Perspektiv- und Farbräumen über die Fläche des Bildes gelingt.
Auch Ola Kolehmainens Interesse am fotografischen Bild ist durch architektonische Motive geprägt. Der Ausschnitt eines Gebäudes wird im Bild transformiert: Perspektivische Verzerrungen und Spiegelungen erzeugen eine eigene Bildlichkeit, die das Gebäude, das als Vorlage gedient hat, in den Hintergrund treten lässt.

Anni Leppälä und Pernilla Zetterman rücken ihre Biografien in das Zentrum ihrer Arbeit: Hier wird die Kamera sowohl zum Instrument, um über Erinnerungen und Befindlichkeiten die eigene Persönlichkeit auszuloten, als auch zum zentralen Medium, um mit der sozialen Umgebung in Verbindung zu treten. Ausgehend vom »Aspekt des verlorenen Moments« und dem »Gefühl des Dahingehen-Lassens«, erforscht Anni Leppälä den Raum zwischen dem Momentanen und dem Konstanten. So kreisen ihre Arbeiten um Kindheitserinnerung und um das Museum als Ort der Aufbewahrung sowie der Verlebendigung des Aufbewahrten.
Ganz auf die eigene Erfahrungswelt konzentriert ist das Werk der schwedischen Künstlerin Pernilla Zetterman. In der Serie When widmet sie sich Verhaltensmustern, Obsessionen und der Frage nach der Prägung von Identität durch das familiäres Umfeld. In der Serie Ground Rules hingegen analysiert sie Haltung, Bewegung und andere Arten von Konditionierung, wie sie für die Ausübung einer Sportart üblich ist. Die Künstlerin deckt dabei die Mechanismen auf, die automatisch ablaufen wenn Bewegung oder Haltung gelehrt, gelernt und weitergegeben werden.

Am Schluss der Ausstellung öffnet sich der Blick auf ein Thema, das neben der Zerbrechlichkeit des Einzelnen die Zerbrechlichkeit dessen vorführt, was uns erlaubt zu leben: Gemeinsam mit seiner Frau, der schwedischen Autorin Cia Rinne, hat Joakim Eskildsen Roma in sieben Ländern aufgesucht. Die Aufnahmen, die Eskildsen auf seinen Reisen machte, gewähren Einblicke in die Lebensgemeinschaften dieser gesellschaftlichen Minderheit und zeugen von Lebensbedingungen zwischen bitterster Armut und erkennbarem Wohlstand. Vor allem aber zeigen sie die Menschen in ihrer Würde, unabhängig von Land, Sprache und Umfeld.
Auch Tiina Itkonen hat sich für ihr bislang umfangreichstes Projekt auf Reisen begeben. Seit 1995 kehrt sie immer wieder nach Grönland zurück, um ihr Leben mit den Eskimos zu teilen und den Wandel der Jahreszeiten festzuhalten, der das Leben der Bevölkerung maßgeblich prägt. Dabei weisen Itkonens Bilder weit über das Dokumentarische hinaus. In ihrer Ausgewogenheit und Sensibilität lassen sie erahnen, wie hier, am Rande der bewohnten Welt, der Mensch ganz auf sich selbst zurückgeworfen ist.

Die Ausstellung steht in der Folge der länderspezifischen Fotografieausstellungen des Kunstmuseum Wolfsburg wie Brasilianische Fotografie 1946-1998 (1999/2000), Die Chinesen: Fotografie und Video aus China (2004/2005) und Japanische Fotografie der Gegenwart (2007/2008).

Als ausstellungsbegleitender Kalalog ist die Publikation Helsinki School. New Photography from TaiK in deutscher Übersetzung mit dem Titel Helsinki School. Neue Fotografie aus Finnland erschienen. Diese Publikation mit Texten von Andrea Holzherr wurde um ein Vorwort von Prof. Dr. Markus Brüderlin, eine Einführung in die Ausstellung von Dr. Holger Broeker sowie das Verzeichnis der ausgestellten Werke erweitert.
Hatje Cantz Verlag, 240 Seiten, 187 Farbabbildungen, Museumspreis: € 32,-

Adresse:
Kunstmuseum Wolfsburg
Hollerplatz 1
38440 Wolfsburg
Kontakt:
Tel.: (05361) 26690
Fax: (05361) 266966
E-Mail: info@kunstmuseum-wolfsburg.de
http://www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Ausstellung / Bonn: 19. Bundeswettbewerb 2009 - Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus

Montag, 26. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 13.02.2009 – 15.03.2009 in der  Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Vom 13. Februar bis zum 15. März 2009 heißt es in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland „Ring frei“ für den 19. Bundes-wettbewerb „Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus“. Er wird alle zwei Jahre durchgeführt und findet bereits zum achten Mal in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundes-republik Deutschland statt. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Deutschen Studentenwerk organisiert. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler. Sie sollen Gelegenheit erhalten, ihre Werke außerhalb der Akademieräume zu zeigen und sich unter professionellen Bedingungen im Ausstellungsbetrieb zu erproben: Hier können sie ihre Arbeiten in musealen Räumen präsentieren, sich mit Kommilitonen aus anderen Hochschulen messen und sich der journalistischen Kritik stellen. Mit dem Katalog, der zur Ausstellung erscheint, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Dokumentation ihrer Arbeit, die über die Zeit des Wettbewerbs hinaus wichtig ist. Zusätzlich werden die Künstlerinnen und Künstler auf einer eigenen Website vorgestellt. Unter www.kunst-wettbewerb.de stehen alle Informationen zu den Teilnehmern online zur Verfügung. (Die Seite wird ab dem 13. Februar 2009 freigeschaltet. Bis dahin finden sich unter der Adresse die Informationen zu den Vorgängerwettbewerben der Jahre 2003, 2005 und 2007.)

„Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus“ ist das einzige Forum, in dem sich Studierende aller Kunsthochschulen Deutschlands gemeinsam präsentieren. Insgesamt sind 24 Hochschulen an dem Wettbewerb beteiligt. Die Ausstellung gibt damit einen repräsentativen Überblick über die künstlerische Ausbildung in der Bundesrepublik. Zugelassen sind alle Medien vom traditionellen Tafelbild bis zur Arbeit mit dem Internet. Der Wettbewerb ist eine einzigartige Gelegenheit, sich umfassend mit den Positionen der jüngsten Künstlergeneration auseinander zu setzen. Die Jury besteht aus drei Mitgliedern, die nicht lehrend an einer der Hochschulen tätig sein dürfen. Sie werden gemeinsam von der Kunst- und Ausstellungshalle und der Sprecherin der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen berufen. Vergeben werden Geldpreise im Wert von 20.000 Euro und zwei Arbeitsstipendien im brandenburgischen Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Über die Aufteilung des Preisgeldes entscheidet die Jury. Es ist ihr überlassen, den Betrag zu staffeln oder zu gleichen Teilen zu vergeben.

Die Pressekonferenz findet am 12.02.2009 um 15.00 Uhr in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland statt.

Kunst- und Ausstellungshalle
der Bundesrepublik Deutschland GmbH
Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
Postfach 12 05 40
53047 Bonn

Ausstellung / Köln: Vanessa Oppenhoff - Der Rest vom Chromosomensatz

Montag, 26. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 01.02.2009 - 25.03.2009 in der Galerie Benninger in Köln.

Serie „NY Times Science“ Vanessa Oppenhoff Die Serie findet ihre Inspiration in verschiedenen Artikeln und Studien des Wissenschaftsteils der New York Times. Dort wird z. B. das Thema behandelt, dass - in ökonomisch schlechten Zeiten - Leute dazu tendieren, mehr Fast Food (Junk Food) zu essen und dass es in dieser Society ein schwieriges Unterfangen ist, sich mit kleinem Einkommen gesund zu ernähren. Die Serie bemüht sich, einen humorvollen Blick auf die teilweise sehr trockenen Studien zu geben und somit den Betrachter zu animieren, den Alltag mit etwas mehr Leichtigkeit zu sehen. Das Bild >Cereal< beschäftigt sich zum Beispiel mit einer Studie, die belegt, dass Kinder, die ihr Frühstück verweigern, öfter zur Fettleibigkeit neigen als jene, die ihr Frühstück essen. Vanessa Oppenhoffs Arbeit findet ihre Inspiration im Zwischenmenschlichen. Sie behandelt Themen, die versuchen, auf die akuten Verhältnisse in unserer Gesellschaft einzugehen. Sie bringt Gesprächsstoffe ans Licht, die ungelöst oder unangenehm erscheinen, wie zum Beispiel die Fallgrube der Konsum – Kultur. Themen, die alle gespickt sind mit positiver wie negativer Erfahrung. Mit dem Medium des Nähens, einer Tätigkeit, die es seit der frühen Zivilisation gibt, trifft die Künstlerin Aussagen, die den Betrachter in ihrer Neuartigkeit erschrecken lassen, aber auch Grund zum Nachdenken geben. Durch das Zeichnen mit Faden deckt Vanessa Oppenhoff die dunklen Stellen eines Bildes auf und skizziert sie, wie jemand es mit Holzkohle oder Bleistift tut, um den unsichtbaren Begebenheiten des Lebens einen positiven Messwert zu geben.

Adresse:
Galerie Benninger
Moltkestr. 99
50674 Köln
Kontakt:
Fon: 0221/9522198

Ausstellung / Salzburg: Günter Brus. Postdirekte Kunst / Zeichnungen, Bild-Dichtungen, Fotografien und Grafik

Freitag, 23. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 24.01.09 - 19.04.2009 im Museum der Moderne Rupertinum in Salzburg.

Günter Brus, Zentralgeburt, 1993, Radierung,
85,3 x 59,9 cm, MdM Salzburg

Seit Anbeginn des MdM Rupertinum hat sich die Sammlung durch das Engagement des Gründungsdirektors Otto Breicha auf das vielfältige Werk von Günter Brus konzentriert. In etlichen Ausstellungen im Haus wurden Teilaspekte des umfassenden künstlerischen Schaffens von Brus vorgestellt – nun unmittelbar nach seinem 70. Geburtstag widmet ihm das MdM Salzburg in den Räumen des MdM Rupertinum eine kleine „Retrospektive“, die gleichzeitig auch anschaulich macht, welche Schwerpunkte der Künstler in seiner stilistischen Sprache setzte und wie diese in den Sammlungsbestrebungen des Hauses vertreten sind. Zudem wird die Ausstellung aus Anlass des Erscheinens des Werkverzeichnisses der Radierungen und Lithografien von Günter Brus im Springer Verlag Wien-New York organisiert. („Günter Brus - Kratzspuren / Scratchmarks“ Radierungen und Lithographien 1971–2007 Etchings and Lithographs 1971–2007; Haubenhofer, Dietmar; Curtze, Heike; Sommer, Gerhard (Hrsg.) 2008, 175 S. 127 Abb. in Farbe, Geb.)

Beginnend mit den seltenen frühen Zeichnungen der 1960er Jahre setzt das damals skandalträchtige fotografische Werk von Günter Brus ein, das seine aktionistischen Auftritte und Performances begleitet. Eine Auswahl aus den umfassenden Fotobeständen des MdM Salzburg weist den Künstler als schon damals stark am Grafischen interessierten Aktionisten aus, dem es neben dem traditionssprengenden Aspekt seiner Handlungen um die „bildhaften“ Qualitäten seiner Dokumente ging.

Nach der letzten Aktion von Günter Brus, der „Zerreißprobe“ in München im Jahr 1970 (welche als Schlusspunkt des Aktionismus ganz generell gesehen wird), setzt das zeichnerische und dichterische Werk von Brus an dem Punkt an, an dem er seine zerstörerischen Körpervisionen und seine halluzinatorischen Fantasmagorien über die eigenen Physis hinaus weiterentwickelt. Die „Häute“, wie Brus seine großformatigen Zeichnungen aus den 1970er und 1980er Jahren nennt, nähern sich mit diesem Impetus einem barocken, schwelgerischen und überaus pretiös kolorierten Bildgefüge an.

Aus dem Riesenwerk der bildhaften Zeichnungen kann die Sammlung einige der komplexen Bild-Text-Kombinationen vorführen, ebenso wie zahlreiche Einzelblätter, sowie ganze radierte oder lithografierte Zyklen. Beleg für die jahrelange Zusammenarbeit mit dem Künstler sind die von Brus für das Rupertinum gefertigten Entwürfe der Einladungskarten, Plakate und Ankündigung seiner Ausstellungen am Haus.

Kuratorin: Dr. Margit Zuckriegl

Eröffnung: Sa 24.1.09, 11.00 Uhr

reguläre Öffnungszeiten:
Di — So 10.00 — 18.00 Uhr, Mi 10.00 —20.00 Uhr

Adresse:
MdM Salzburg
Mönchsberg 32
5020 Salzburg
Kontakt:
T +43.662.84 22 20-401
F +43 662 842220 700, 750, 701

Ausstellung / Duisburg: David Smith - Working Surface / Zeichnung, Malerei, Skulptur 1931-1962

Donnerstag, 22. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 01.02.2009 - 03.03.2009 im Wilhelm Lehmbruck Museum in Duisburg.

David Smith, Personage from Stove City, 1946,
Stahl, bemalt, 86,7 x 104,5 x 38,4 cm

David Smith (1906 -1965) gehört in den USA zu den Pionieren der Metallplastik. Die Ausstellung „Working Surface“, eine Kooperation mit der Galerie Gmurzynska, Zürich und dem Estate of David Smith, New York verfolgt die Wechselwirkung zwischen Farbe und Material, Malerei und Zeichnung von den ersten bemalten Konstruktionen und Assemblagen des Künstlers, bis zu den prägnanten Stahlskulpturen der 1960er Jahre.

Erstmals wird ein Überblick über jene Einzelwerke und Werkgruppen von David Smith gezeigt, in denen traditionelle Gattungsgrenzen überwunden werden und die Plastik als Raumkunst mit gestalteter Textur und Oberfläche zu verstehen ist. Während die frühen Werke die Trennung von Zeichnung, Malerei und Skulptur zu überwinden suchen, betont das plastische Werk der 1960er Jahre die malerischen Oberflächen und ihre spiegelnden Lichteffekte des Materials Stahl.

Rund 50 Werke aus dem Nachlass des Künstlers, von denen ein Großteil bisher in Europa nie zu sehen war, ermöglichen einen gänzlich neuen Blick auf das Figuration und Abstraktion, Fundstück und Konstruktion miteinander verbindende Gesamtwerk des Bildhauers.

Pressegespräch: Freitag, 30. Januar, 11.30 Uhr

Eröffnung: Samstag, 31. Januar, 16 Uhr

Adresse:
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg
Kontakt:
T: +49 (0) 203 283 26 30 / 32 94
F: +49 (0) 203 283 38 92
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag 11 bis 17 Uhr
Sonntag 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen
Feiertagsöffnungszeiten
3. Oktober 2008: 11-17 Uhr
1. Novermber 2008: 11-17 Uhr
24. + 25. Dezember 2008: geschlossen
26. Dezember 2008: 11-17 Uhr
31. Dezember 2008 + 1. Januar 2009: geschlossen

Ausstellung / Leipzig: Ronald Gerber - Spiegelpyramide / Diplomausstellung

Donnerstag, 22. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 29.01.09 - 01.02.2009 in der Galerie ARTAe in Leipzig.

Spiegelpyramide - Videoinstallation

Ronald Gerber öffnet sich. In drei ca. 15-minütigen Videos stellt er uns drei Personen vor, die sich den engen Platz in ihm teilen müssen, obwohl sie kaum unterschiedlicher sein könnten.
Henning, Yves und Jens stehen für Biografien, Weltbilder und Lebensstrategien, die zwar schrullig und verschroben sind, für sich genommen aber plausibel und authentisch wirken. Aufeinander losgelassen geraten diese inneren Anteile aber in harte Konkurrenz um Sinn und Unsinn und richtig oder falsch.

Ronald Gerber verschließt sich. Dreimal inszeniert er sich als Prototyp einer Künstlerpersönlichkeit wohlwissend, dass er nicht überzeugen kann, solange er sich nicht für eine davon entscheidet sondern alle drei parallel anbietet. Er macht keinen Hehl daraus, dass kaum ein Mythos ohne Inszenierung auskommt und dass dieses Wissen uns den Spaß am Mythos verdirbt, weil es uns ahnen lässt, dass die Realität oft profaner ist als uns lieb wäre.

Ronald Gerber sucht sich selbst. Wie beim Schiffe versenken lotet er aus, was er alles nicht ist. Als trauere er um verschenktes Potential, rekonstruiert er, was aus ihm hätte werden können, wenn er an diesem oder jenem Punkt in seinem Leben anders abgebogen wäre. Und wie bei einer Rasterfahndung nach sich selbst, versucht er das einzukreisen was er wirklich ist. Natürlich stolpert er über das Wort Wirklichkeit und inszeniert seinen darauffolgenden Sturz ironisch, poetisch und ohne Angst davor, in seiner Eitelkeit eine schlechte Figur zu machen.

Und erneut befragt Ronald Gerber den Kunstmarkt. Alle drei vorgeführten Künstler leiten aus ihrer Weltsicht nämlich ein Kunstwerk her, das sich nahtlos in ihr Denken und bisheriges Schaffen einfügt. Er verblüfft, weil er drei Künstler das exakt gleiche Werk erfinden lässt: Eine verspiegelte Pyramide mit dreiseitiger Grundfläche, die der Arbeit ihren Namen gab: Spiegelpyramide.

Gerber führt vor, dass jedes Kunstwerk erst durch den Kontext in dem es präsentiert wird seine Bedeutung erlangt, ebenso wie jeder Mensch erst durch das was ihm in seinem Umfeld widerfährt seine vermeintlich immanente Persönlichkeit entwickelt. ist. Natürlich stolpert er über das Wort Wirklichkeit und inszeniert seinen darauffolgenden Sturz ironisch, poetisch und ohne Angst davor, in seiner Eitelkeit eine schlechte Figur zu machen.

Neben Gerbers schauspielerischer Leistung, beeindruckt diese Arbeit durch ihre Balance von Ernsthaftigkeit und Witz. Die Realitätskonstruktionen der drei Protagonisten sind wohlüberlegt, pointiert formuliert, reflektieren die Kunst und wie man darüber denken könnte.

Die Wahrheit – wenn es sie überhaupt gibt - liegt wie immer irgendwo dazwischen. Ronald Gerber regt wie immer an, unterhält, irritiert, ist ernst, provokant und dabei stets poetisch.

Donerstag 29.01.2009, 9 Uhr, Galerie der HGB Leipzig

Freitag 30.01. bis einschl. So 1.02.2009, Galerie ARTAe Leipzig
täglich geöffnet von 11 - 19 Uhr

Adresse:
Galerie ARTAe
Gohliser Straße 3, im 1.OG
04105 Leipzig
Kontakt:
Fon: 0341 355 20 466

Kunstauktion / Gütersloh: außergewöhnliche Objekte

Donnerstag, 22. Januar 2009

Die Nachlassauktion findet am 31.01.2009 ab 14 Uhr im Kunst- und Auktionshaus Jentsch in Gütersloh statt.

Das Gütersloher Auktionshaus zählt inzwischen zu den renommiertesten Versteigerungshäuser Deutschlands und ist spezialisiert auf die Verwertung vermögender Nachlässe.

GEMÄLDE: Raimund Volanek – Curtius Schulten - R. Priebe – H. Kälberer - H. Reuter F. Verhaegen - H. Ritzenhofer - T. Nocken - W. Roegge - R. Stoitzner - Baptist Homann umfangreiche Buch Prachtausgaben und Vedutensammlung in Faksimile z.T. limitierte Auflagen -SCHEDELSCHE WELTCHRONIK – ATLAS NOVUS ABSOLUTISSIMUS MERIAN - VISCHER - ca. 500 Landkarten (unbedingt ansehen!!!!!) ANTIQUITÄTEN PORZELLAN FIGUREN GLAS Königlich KOPENHAGEN - NYMPHENBURG - LLADRO MEISSEN – u. a. aus dem Schwanenservice BERLIN - ROSENTHAL - DRESDEN SCHMUCK und SILBEROBJEKTE UHREN MILITARIA: GENERAL FELDJACKE III. Reich u.a. div. BIELEFELDER NOTGELD Sammlung: ORIENTBRÜCKEN TEPPICHE: KASAK – ISFAHAN- KAYSERIE V A R I A u.v.a.

Bilder können Sie unter www.auktionshausjentsch.de einsehen.

Adresse:
Kunst- und Auktionshaus Jentsch Verler Str. 1A
33332 Gütersloh
Kontakt:
Fon: 0524113168

Ausstellung / Berlin: Jan Poppenhagen - Back in Black

Mittwoch, 21. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 27.02.2009 - 13.03.2009 in der Galerie Junge Kunst Berlin.

Der Berliner Fotograf Jan Poppenhagen zeigt neue Arbeiten in einer einmaliger Einzelausstellung in der Friedrichstr. 17, dem neuen temporären Ort für Ausstellungsprojekte von Junge Kunst Berlin.
Die Vernissage findet am 27.02.2009 um 19 Uhr statt. Sie und ihre Freunde sind herzlich eingeladen.

Adresse:
Junge Kunst Berlin
Friedrichstr. 17
10969 Berlin
Kontakt:
Fon: 030-34763524

Ausstellung / Wuppertal: Hans Sieverding - Aller Tage Morgen & Hans Schüle - Hybride & Michael Dillmann - Neue Arbeiten im Ka

Mittwoch, 21. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 30.01.2009 - 13.03.2009 in der Galerie Epikur in Wuppertal.

Entgrenzung und Verschmelzung

„ …Ein gutes Bild kann nie zu Ende gesehen werden, immer wieder wird man neue Leerstellen, Fragen und Unwägbarkeiten erkennen, es wird immer etwas Geheimnisvolles bleiben, und das macht seinen anregenden Reiz aus…“ (Aus einer Rede von Prof. Dr. Andreas Beaugrand)

Die künstlerischen Positionen von Hans Sieverding, Hans Schüle und Michael Dillmann haben zunächst keine offensichtlichen Gemeinsamkeiten, und doch stellt sich beim Betrachter das Gefühl ein, dass etwas vorhanden ist, was sie miteinander verbindet. Auf einer ganz trivialen Ebene ist dies ein Aspekt der Kohärenz von Figur und Raum. Das Verhältnis kann in den vorgestellten Positionen mit den Begriffen Entgrenzung und Verschmelzung beschrieben werden.

Die Malerei Sieverdings stellt ein faszinierendes Wechselspiel aus Zeigen und Verbergen dar. Seine Arbeiten verbinden häufig zwei Arten der Figur miteinander, die raumerschließende und die flächengebundene Figur. Im Kern scheint die Leinwand in Farbflächen und Linien aufgeteilt zu sein, die sich überlagern. Dabei werden auch die Flächen von zart hervorscheinenden Linien gestützt. Die Entgrenzung und Verschmelzung geschieht also nicht als ein Zer- und Ineinanderfließen der Farben, vielmehr erreicht Sieverding den Eindruck durch die Überlagerungen vielzähliger Bildebenen. Die Kontur wird häufig wie ein andersgestaltiger Umriss der Figur gestaltet, die Durchblicke und Verbindungen sorgen für ein Ineinanderfließen der verschiedenen Ebenen. Die Linienarabeske der überlagernden Kontur erzeugt Dynamik und Raum, der Blick hindurch verleiht ihr eine Aura von Flüchtigkeit. In der ausgewogenen Vielfalt der Gegensätze und Widersprüche verdichten sich in den Übermalungen die polymorphen Deutungsebenen zu einem Sinnzusammenhang, dessen Entschlüsselung in den Händen des Betrachters liegt. Nichts ist eindeutig, alles bleibt mehrdeutig und ambivalent. Vieles ist räumlich durchlässig, transparent. Und Vieles ist gleichzeitig davor und dahinter. Die überlagernden Konturlinien geben den Blick frei auf etwas Dahinterliegendes, und im Moment der Betrachtung zieht es sich zu einem Gesamtbild zusammen - eine zwiegespaltene Ganzheit Es ist, als betrachte man verschiedene Facetten des gleichen Sachverhalts, die einzeln betrachtet zwar Sinn ergeben, aber nur in der Zusammensicht vollendet sind.

In der Malerei bezieht sich der Raum immer auf die Fläche der Leinwand, also den Grund der Figur. Die Skulptur bezieht sich dagegen zwangsläufig auf den Betrachterraum.

Hans Schüles „Hybride“ beziehen sich in vielfältiger Weise auf den Raum. In ihrer sowohl raumgreifenden wie raumkonstituierenden Eigenschaft ermöglichen sie gleichzeitig viele Ein- und Durchblicke. Der Blick wird in einen Sog zwischen Innen- und Außenraum gebracht. Es handelt sich nicht um Darstellungen der menschlichen Figur, und doch erinnern sie an organische Formen. Beim Umschreiten geraten die Stahlkörper scheinbar in Bewegung, der kontinuierliche Wechsel zwischen dichteren, dunklen und hellen, freieren Stellen erzeugt eine oszillierende Dynamik. Die Entstehung solcher Hell-Dunkel-Kontraste verdeutlicht die Verschmelzung von Kunst- und Betrachterraum. Darüber hinaus geschieht eine kaum merkliche Verflächigung, die sich im Schatten der Körper manifestiert. Die Bezeichnung „Hybrid“ bezieht sich im allgemeinen Sprachgebrauch auf eine Kombination zweier verschiedenartiger Dinge. Innen- und Außenraum sind als Variablen in dieser Gleichung zwar passend, aber durchaus nicht als singulär zu verstehen. So können die Teile von Rohrleitungen, aus denen die Arbeiten Schüles bestehen, auch als Element der Verbindung angesehen werden. Eine Deutung hinsichtlich einer Verschmelzung von Natur und Technik in klar abstrakter Gestalt via Form und Material drängt sich auf.

In Michael Dillmanns Arbeiten treffen wir auf die wohl reinste Form von Entgrenzung und Verschmelzung. Seine Figuren treten aus der Farbe des Grundes heraus, scheinen aus ihr geschaffen, durch sie bedingt. Sie verschmelzen förmlich mit dem Hintergrund, ohne dabei ihre Körperlichkeit aufzugeben und in die Fläche zu driften. Dillmann trägt viele Schichten Farbe auf den Bildträger auf, aus denen der Grund besteht, und die eine Malerei aus der Farbe heraus wirksam machen, ohne Konturlinie - grenzenlose Farbe. Dillmanns Arbeiten erinnern an die Skizzenhaftigkeit der Gemälde der Impressionisten im 19. Jahrhundert. Die Flüchtigkeit, Dynamik ist mit schnellem Pinselstrich in zeitlose Motive gebannt, wie in Ruderbooten, Aktfiguren im Innenraum, und nicht verorteten Straßenszenen. In vertraut erscheinenden Bildern mit neuer Dynamik kondensiert Dillmann eine Impression unserer Gesellschaft, fernab allen Schnickschnacks auf der Leinwand.

Caroline Linssen M. A.

Adresse:
Galerie Epikur Wuppertal
Friedrich-Engels-Allee 165
42285 Wuppertal
Kontakt:
Fon: 0202-887011

Kunstauktion / Hamburg: Kunst und Antiquitäten im Auktionshaus Stahl

Mittwoch, 21. Januar 2009

Die Auktion findet am 14.02.2009 statt

Die erste Auktion im neuen Jahr startet Stahl mit einem umfangreichen Gemälde-Programm namhafter Künstler und der Auflösung einer Antiquitäten-Sammlung aus norddeutschem Privatbesitz. Die Gemäldeabteilung offeriert im Bereich der Alten Meister u.a. eine ‚Römisch-kampanische Landschaft’ von Jan Frans van Bloemen (11.000,-), eine mythologische Szene ‚Galatea vor Polyphem’ aus der Werkstatt des deutsch-italienischen Barockmalers Johann Carl Loths (5.000,-) sowie eine ‚Anbetung der Hirten’ aus der Antwerpener Malerfamilie des Frans III Francken (5.500,-). Bei den Neueren Meistern des 19. Jhs. liegt ein Schwerpunkt bei romantischen Landschaften: eine idealisierte Parklandschaft mit ‚Adonis und Hund’ des Braunschweiger Hofmalers Friedrich G. Weitsch (2.500,-), eine ‚Gebirgslandschaft bei Tivoli’ von Heinrich Bürkel (6.000,-), die Ansicht der ‚Burg Hammershus’ von Christian Zacho (2.000,-) oder die ‚Alsterlauf-Landschaft’ des Romantikers Johann Georg Haeselich (4.500,-). Unter den holländischen Malern sticht eine kleine winterliche Flusslandschaft von Louis Apol (1.500,-) und eine sommerliche Impression mit ‚Blütengirlanden flechtenden Mädchen’ von Hendrik Heyligers (5.000,-) hervor. Unter den gesuchten Jagd- und Troikaszenen dürfte die große ‚Winterlandschaft mit Pferdeschlitten’ von Constantin Stoiloff (2.000,-) international beboten werden. Aus der Münchener Schule werden u.a. Werke von Désiré Thomassin (‚Sommerliche Heuernte’ für 4.000,-) und Edward Harrison Compton (‚Alpentalszenerie’ für 1.600,-) aufgerufen. Die Marinemalerei bietet einige großartige Panoramen mit Schiffen, beispielsweise die ‚Ansicht der Maas auf Dordrecht’ von Nicolaas Johannes Roosenboom (9.000,-) oder das stimmungsvolle Werk ‚Raddampfer vor Küste’ von Andreas Achenbach (9.000,-). Eine seltene ‚Ansicht Venedigs’ von Leonhard Sandrock (3.500,-) und ein ‚Hafenpanorama von Ostende’ des Malers Hans Herrmann (3.500,-) runden das Angebot ab. Die Norddeutsche Malerei repräsentieren namhafte Gründungsmitglieder des Hamburgischen Künstlerclubs: Thomas Herbst (u.a. ein Hauptwerk ‚Kinder auf der Wippe’ für 9.000,-), Friedrich Schaper (‚Obstgarten mit Kühen’ für 4.500,- und ‚Friesenhof auf Sylt’ für 6.000,-) und Ernst Eitner mit der Ansicht seines ‚Hummelsbütteler Hauses’ (2.900,-). Die Hamburger Moderne wird u.a. vertreten von Karl Kluth (‚Die Mauern von Cori’ für 4.000,- Euro) und Fritz Kronenberg (‚Stilleben’ für 8.000,- Euro). Die Malerei des 20. Jhs. bietet stimmungsvolle Motive der Jahrhundertwende, u.a. die abendliche ‚Lampionfahrt auf der Havel’ von Karl Behm (12.000,-) ebenso ‚Sommertag am Meer’ von Philipp Frank (15.000,-) und ein Sonnenbad auf ‚Long Island’ des bedeutenden amerikanischen Malers John Sloan (8.500,-). Die Zeitgenössische Kunst ist vertreten u.a. mit einer großformatigen Folge von 7 Kartonstelen mit Vasen-Entwürfen von Mario Botta (3.800,-) oder einem großformatigen Frühwerk ‚Schlachthof I’ des deutschen Gegenwartkünstlers Ralph Fleck (2.500,-). Aus der Abteilung Modernes Design ist ein seltenes Bauhaus-Schachspiel von Josef Hartwig, ausgeführt durch das Bauhaus Dessau im Jahre 1926, auf moderate 2.000,- Euro taxiert. Es folgen Bauhaus-Entwürfe von Marcel Breuer, wie der Longchair ‚Isokon Plus’ (1.800,-) oder 6 Freischwinger mit Tisch aus den 30er Jahren, die auch jüngere Sammler ansprechen dürfen. Bei der Möbel-Offerte begeistert ein klassizistischer Aufsatzsekretär von 1790 (2.000,-) und eine Empire-Aufsatzvitrine mit figürlichen Goldbronzebeschlägen (2.500,-). Das breit gefächerte Porzellan-Angebot glänzt mit Meißener Sammler-Raritäten, u.a. die seltene Deckelterrine mit Kakiemon-Dekor ‚Drei Freunde’ um 1735 (2.900,-), die frühe Figurengruppe ‚Mutterglück’ von J.J. Kaendler, um 1740 (2.200,-), die seltene Elementen-Vase ‚Wasser’ nach einem Kaendler-Entwurf (3.500,-) oder die große Prunk-Pendule mit Schäferpaar (5.000,-). Ebenfalls Interesse hervorrufen dürfte die große Wiener Amphorenvase mit Napoleonszenen (1.500,-). Die Silber-Offerte bietet Antikes aus dem 19. Jh., u.a. eine Moskauer Henkelschale von Jakob Wilbert aus dem Jahr 1838 (3.200,-) und ein Hamburger Biedermeier-Tee- und Kaffeeservice mit Papageien-Bekrönung (1.800,-). Desweiteren diverse prunkvolle Tafeldekorationen, u.a. die große ‚Silber-Galeone mit aufgesetzten Segeln’ (5.000,-) und eine Historismus-Jardinière mit plastischen Putto-Figuren der Firma Bruckmann & Söhne (1.000,-). Das Jugendstil-Programm offeriert eine Sammlung Meißener Tierfiguren u.a. von Otto Pilz (‚Grunzochsen’ für 800,-) oder Erich Oehme (‚Bison’ für 1.400,-). Darüberhinaus interessante Künstlerentwürfe, u.a. eine große Rosenthal-Deckelvase ‚Rosari’ von Julius V. Gulbrandsen (1.200,-) oder eine seltene frühe Volkstedt-Ausformung des ‚Tempelwächters’ von Arthur Storch (1.800). Aus dem Bereich Diverses sei die große Bronze-Figur ‚Faneur’ von Charles-Octave Lévy (1.000,-) erwähnt, unter den Uhren eine vergoldete französische Prunkpendule von Courtecuisse von 1860 (1.900,-). Den Abschluß der Auktion bildet das Asiatika-Sortiment, u.a. mit frühen chinesischen Porzellanen in Blaumalerei aus der Kangxi-Periode (u.a. Satz von 6 Coppchen mit Kampfszenen für 500,-) und einer großen japanischen Bronze-Figur ‚Krieger mit Pfeil und Bogen’ aus der Meiji-Periode (2.900,-).

Stahl

Das Auktionshaus Stahl gehört zu den etablierten und traditionsreichen Auktionshäusern in Hamburg seit 30 Jahren. Im Ambiente der Tudor-Villa an der Alster kann das umfangreiche Angebot der fünf jährlichen Kunstauktionen auf drei Etagen ideal präsentiert werden. Freunde und Sammler interessanter Kunstobjekte finden in diesen Ausstellungen hochwertige Gemälde, museale Sammlerporzellane, ausgesuchte Möbel, klassisches Kunstgewerbe (antikes Silber, Glas, Bronzen und Skulpturen, Uhren, Fayencen), Schmuck sowie Objekte des Jugendstils und des Modernen Design. Zu diesen Auktionen erscheinen sowohl farbig illustrierte, wissenschaftlich bearbeitete Auktionskataloge als auch Online-Kataloge, die auch in englischer Version den Kunden zur Verfügung stehen. Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist die Erstellung von Schätzungen und Gutachten.

Adresse:
Stahl
Graumannsweg 54
22087 Hamburg
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