Archiv für Februar 2009

Ausstellung / Malerei / Duisburg: Konstantinopel oder Die versteckte Sinnlichkeit - Die Bilderwelt von Sean Scully

Samstag, 28. Februar 2009

Die Ausstellung im Museum Küppersmühle läuft noch bis zum 03.05.2009.

Das Museum Küppersmühle präsentiert vom 19. Februar bis zum 3. Mai 2009 eine umfangreiche Werkschau des Malers Sean Scully. Die Ausstellung „Konstantinopel oder Die versteckte Sinnlichkeit“ zeigt rund 60 Werke von 1974 bis 2008, die in thematische Räume gegliedert sind und einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Künstlers geben. Die Ausstellung ist in 9 Kapitel unterteilt, denen bestimmte formale Kriterien und damit auch Schaffensabschnitte in Scullys Werk zugrunde liegen.

Scully, der zu seinen Vorbildern Cimabue ebenso zählt wie Caspar David Friedrich oder Rothko, verbindet in seiner Malerei europäische und amerikanische Bildtraditionen. Seine abstrakten Gemälde haben einen strengen Bildaufbau, sind rasterartig unterteilt durch Streifen, Balken und Felder aus Farbe, die kontrastieren, sich durchdringen oder überschneiden. Zugleich zeichnen sich die Werke durch eine hohe haptische Qualität aus, die eine „versteckte Sinnlichkeit“ durchscheinen lässt, derer man nicht unmittelbar habhaft werden kann, die aber immer präsent ist und neugierig macht: Welches Erleben, welche Geschickte steckt hinter dem Bild? Scully gelingt es, Gefühle, Stimmungen, Assoziationen und ‘Bilder’ in abstrakte Kompositionen zu bannen. Titel wie „Darkness and Heat“, „Happy Days“, „Königin der Nacht“ oder „Mirror Silver“ unterstreichen den erzählerischen Moment.

In diesem Kontext steht auch der Ausstellungstitel „Konstantinopel oder Die versteckte Sinnlichkeit“, ein spielerisch gefundener Titel, der – wie Scullys Werke – Eindrücke einfangen und Assoziationen hervorrufen will.

Kuratorin Susanne Kleine vergleicht das malerische Prinzip mit dem Blick aus dem fahrenden Zug, aus dem heraus die Welt sich zu abstrakten Farbstreifen verzerrt, in denen sich die eigentlichen Gegenstände auflösen: „Das Erahnen der realen Welt, der Gegenstände, der unzähligen Geschichten hinter, unter, zwischen der geometrischen Form des Rechtecks – das ist es, was die große Kraft der Bilder von Sean Scully ausmacht.“

Seine Bilder, so der Künstler, „wollen Geschichten erzählen, die ein abstraktes Gegenstück zu dem Auf und Ab menschlicher Beziehungen sind. Sie wollen erzählen, wie es möglich ist, sich als Mensch in diesem Geflecht zu entwickeln.“

Sean Scully wird 1945 in Dublin geboren und wächst in einem Südlondoner Arbeiterviertel auf. 1965 beschließt er, sich ganz der Kunst zu widmen und schreibt sich am Croydon College of Art in London ein, später an der Newcastle University und in Harvard. Es folgen zahlreiche internationale Ausstellungen und Lehrtätigkeiten. 1983 wird er amerikanischer Staatsbürger, ab 2002 unterrichtet er Malerei an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Heute unterhält Sean Scully Ateliers in New York, Barcelona und nahe München.

Für die Unterstützung der Ausstellung danken wir dem Bankhaus Sal. Oppenheim, der GEBAG Duisburg und der Willis GmbH & Co. KG. Für die Organisation ist die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn verantwortlich. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag mit umfangreichem Bildteil, einem Interview mit dem Künstler sowie einem Essay von Susanne Kleine. Weitere Stationen der Ausstellung sind das Ulster Museum, National Museums Northern Ireland in Belfast, die Weserburg | Museum für moderne Kunst in Bremen und die Kunstsammlungen Chemnitz.

Adresse:
MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Innenhafen Duisburg
Philosophenweg 55
D - 47051 Duisburg
Kontakt:
Empfang / Kasse: 0049 / (0)203 / 30 19 48 - 11
Sekretariat: 0049 / (0)203 / 30 19 48 - 12
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Fax 0049 / (0)203 / 30 19 48 - 21
office[at]museum-kueppersmuehle.de

Ausstellung / Zeichnungen / Frankfurt: Michelangelo. Zeichnungen und Zuschreibungen

Samstag, 28. Februar 2009

Die Ausstellung in der Graphischen Sammlung des Ständel Museum Frankfurt geht vom 6. März - 7. Juni 2009.

Die Graphische Sammlung im Städel Museum zeigt vom 6. März bis 7. Juni 2009 eine Ausstellung, die sich an dem besonders umstrittenen Beispiel von Michelangelo Buonarroti (1475–1564) mit der Frage der Zuschreibung von Altmeisterzeichnungen beschäftigt. Michelangelo hat neben seinen weltberühmten Skulpturen, Fresken und Bauwerken eine große Anzahl von Zeichnungen geschaffen, die zu seinen Lebzeiten sehr bewundert wurden. Da er sie nie signiert hat und viele kurz vor seinem Tod verbrannte, ist heute bei vielen erhaltenen Blättern nicht einfach zu bestimmen, ob sie tatsächlich eigenhändig sind oder ob es sich um Kopien oder Nachahmungen anderer Künstler handelt. Anlass für die Ausstellung bildet eine Zeichnung in der Graphischen Sammlung des Städel Museums, deren Zuschreibung an Michelangelo in der Vergangenheit kontrovers diskutiert wurde. Zuletzt wurde sie von einigen Experten erneut Michelangelo zugeschrieben. Anhand ausgewählter Beispiele – darunter kostbare Leihgaben aus den Sammlungen des British Museum, London, der Royal Collection, Windsor, der Casa Buonarroti, Florenz – bietet die Ausstellung verschiedene Möglichkeiten des unmittelbaren visuellen Vergleichs, um den Besuchern Gelegenheit zu einer eigenen Auseinandersetzung mit dieser Frage vor originalen Werken zu geben.

Die Ausstellung „Michelangelo. Zeichnungen und Zuschreibungen“ wird von der Hannelore Krempa Stiftung gefördert.

Das Blatt aus der Sammlung des Städel Museums, die „Grotesken Köpfe und weitere Studien“, wurde im 19. Jahrhundert als Werk Michelangelos erworben, ihm seitdem zu- oder teilweise zu-, um 1980 jedoch abgeschrieben. Da verschiedene Experten in den letzten Jahren mehrfach die Meinung äußerten, es handle sich hier doch um ein eigenhändiges Werk Michelangelos, entstand der Plan für eine Ausstellung, die sich nicht darauf beschränken sollte, das in Frage stehende Blatt zu behandeln, sondern sich allgemeiner dem Problem des „Zuschreibens“ zu widmen. Dabei gilt es zu betonen, dass es sich bei den „Grotesken Köpfen“ nicht um eine „Neuentdeckung“, sondern um die erneute Zuschreibung eines seit Langem bekannten Blattes handelt.

Die Graphische Sammlung im Städel Museum besitzt eine herausragende Sammlung von Zeichnungen der italienischen Renaissance, die zu den besten in Deutschland gehört. Sie wurde vor allem von dem großen Kenner Johann David Passavant (1787–1861) aufgebaut, der von 1840 bis zu seinem Tod als Inspektor der Galerie die Sammlungen des Städel um viele wertvolle Erwerbungen bereichert hat. Der nazarenische Maler Passavant war ein Spezialist, was Raffael betraf, dessen Zeichnungen heute zu den Spitzenstücken der Städel’schen Sammlung zählen. Beim Ankauf von Werken Michelangelos bewies Passavant jedoch eine weniger glückliche Hand; es gelangen ihm nur wenige, nicht zweifelsfreie Erwerbungen, weshalb das Blatt der „Grotesken Köpfe“ in Frankfurt verhältnismäßig wenig beachtet blieb.

Die Ausstellung umfasst 24 Werke. Zwölf – teilweise doppelseitige – Zeichnungen und zwei Briefe sind (mit der in dieser Frage möglichen Wahrscheinlichkeit) ganz oder teilweise eigenhändige Arbeiten Michelangelos. Die anderen Werke sind Vergleichsbeispiele, zum Teil aus der Sammlung des Städel Museums. Unter den Michelangelo-Zeichnungen befinden sich weltbekannte Meisterwerke wie der „Ideale Frauenkopf“, die „Auferstehung“ oder das Studienblatt mit der Ermahnung an Antonio Mini.

Die Ausstellung ist in sieben Kapitel unterteilt. Im ersten geht es um einen Vergleich einer Zeichnung Michelangelos mit der Darstellung des „Lazarus“ mit einer seines Freundes, des Malers Sebastiano del Piombo. Letztere stammt aus der Sammlung des Städel Museums. Beide Zeichnungen entstanden für dasselbe Gemälde, die von Sebastiano ausgeführte „Auferweckung des Lazarus“ (heute in der National Gallery, London). Da sich Sebastiano in einer Konkurrenzsituation zu Michelangelos größtem Rivalen, Raffael, befand, unterstützte Michelangelo seinen Freund mit Entwurfszeichnungen. Diese sind von der Forschung teilweise für Werke Sebastianos gehalten worden. In der Ausstellung ist es möglich, die unter- schiedliche Zeichenweise des venezianischen Malers Sebastiano und des Florentiner Bildhauers Michelangelo unmittelbar zu vergleichen.

Schon in der „Lazarus“-Zeichnung werden die wichtigsten Eigenschaften des zeichnerischen Stils Michelange- los deutlich: Er „modelliert“ beim Zeichnen, das heißt, er versucht nicht so sehr unterschiedliche Material- oder Flächenwirkungen zu erzeugen, wie es Maler gerne tun, sondern interessiert sich stärker für Dreidimen- sionalität und die Interaktion von Körper und Raum; er ist sehr erfinderisch, vor allem was ausdrucksvolle Körperhaltungen angeht, er baut Körper von innen, von ihrer Anatomie her, auf und legt seine Zeichnungen gerne in „Schichten“ an, indem er mit ganz leichten Strichen anfängt und das Motiv dann mit immer stärker gesetzten Akzenten ausarbeitet. Er zeichnet zügig und energisch.

Ein nächstes Kapitel zeigt Blätter, auf denen Zeichnungen Michelangelos von Schülern nachgeahmt wurden. Man kann bei aufmerksamer Betrachtung verschiedene „Hände“ unterscheiden und manchmal auf faszinie- rende Weise rekonstruieren, wie ein bezeichnetes Blatt nach und nach in einem „Dialog“ zwischen Meister und Schüler entstanden ist. In diesem Kontext geht es auch um die Frage, wer Michelangelos Schüler waren. Es handelte sich um seine Hausgehilfen und einige Jünglinge aus gut situierten Familien; keiner von ihnen wurde, soweit man weiß, später je mit eigenständigen Kunstwerken bekannt.

Das Kapitel der „Idealen Köpfe“ stellt nach den oft schnellen und andeutenden Skizzen aus der Lehrer-und- Schüler-Situation das andere Extrem der Zeichenkunst Michelangelos vor: akribisch ausgeführte Meister- zeichnungen, die er oft als persönliche Geschenke angefertigt hat und die unter den Sammlern und Kennern seiner Zeit hoch begehrt waren. Das Problem, das sich hier für die Zuschreibung stellt, ist, woran man die Qualität einer nicht schnell und virtuos, sondern langsam und sorgfältig ausgeführten Zeichnung erkennen kann. Vergleiche mit einer frühen Kopie und einem ebenfalls nur als Kopie erhaltenen Gegenstück lassen die ungewöhnlich hohe Qualität des „Idealen Frauenkopfes“ aus dem British Museum erkennen, auf die sich die Zuschreibung dieses Blattes stützt.

Nach den „Idealen Köpfen“ geht es um ihr Gegenteil, die Hässlichkeit, mit der sich Michelangelo in den phantasievollen Erfindungen seiner „Grotesken Köpfe“ beschäftigt hat. Hier werden dem oben erwähnten Frankfurter Blatt der „Grotesken Köpfe“ verschiedene Vergleichsbeispiele aus anderen Sammlungen gegenübergestellt und Fragen seiner Eigenhändigkeit diskutiert. Von großer Bedeutung ist dabei die in den vorherigen Kapiteln schon angesprochene Beobachtung, dass Michelangelo, je nachdem, welchen Zweck er mit einer Zeichnung verfolgte, auf sehr unterschiedliche Weise gezeichnet hat (schnell, langsam, virtuos, sorgfältig, flüchtig etc.), auch wenn die grundsätzlichen Charakteristika sich immer wiederfinden (modellie- rendes Zeichnen, schichtweises Zeichnen, anatomisches Interesse, Denken vom inneren Aufbau her, Erfindungsreichtum).

Die Graphische Sammlung im Städel Museum besitzt zwei frühe, sehr hochwertige Kopien nach Zeichnun- gen Michelangelos, deren Originale als Leihgaben des British Museum in der Ausstellung zu sehen sind, die „Auferstehung Christi“ und der „Auferstandene“. Der Vergleich von Original und Kopie in diesen beiden Fällen erlaubt es, die hohe Qualität der Originale nachzuvollziehen, aber auch die kleinen Veränderungen in den Kopien als „Redaktion“ der Kopisten zu verstehen.

Von keinem anderen Künstler der italienischen Renaissance sind so viele schriftliche Zeugnisse überliefert wie von Michelangelo. Zwei Briefe stellen in der Ausstellung die graphische Qualität seiner Handschrift vor und dokumentieren inhaltlich zugleich seine Auffassung von der Bedeutung des Zeichnens und von seinem Status als Künstler.

Das letzte Kapitel versucht, ein Blatt von unbekannter Hand, das Johann David Passavant 1850 irrtümlich als Original von Michelangelo für das Städel Museum erworben hat, anhand von zwei Vergleichsbeispielen einem anderen Künstler, dem Miniaturisten Giulio Clovio (1498–1568), zuzuschreiben.

Die Ausstellung lädt zum intensiven Schauen ein und bietet den Besuchern die Möglichkeit, vor den Originalen Feinheiten, Unterschiede und Besonderheiten zu erkennen und die „Spuren“ eines Gedankenpro- zesses, der vor fast fünfhundert Jahren stattgefunden hat, zu „lesen“. Um diese visuellen Erlebnisse zu erleichtern, sind den einzelnen Abteilungen der Ausstellung erklärende und hinweisende Texte, teilweise mit zusätzlichen Vergleichsabbildungen, mitgegeben.

Der Katalog resümiert die Forschungsgeschichte zu den Zeichnungen Michelangelos und erläutert, welche Argumente und Anhaltspunkte bei der Zuschreibung einer Zeichnung neben Stil und Qualität hilfreich sein können. Dazu zählen zum Beispiel die genaue Bestimmung der Technik, die Provenienz der Blätter, eventuell vorhandene Wasserzeichen, die behandelten Themen, Aufschriften u. a. m. In größtmöglicher Ausführlich- keit gibt der Katalog die Argumentation für oder gegen die Eigenhändigkeit der ausgestellten Blätter wieder.

Kurator: Dr. Martin Sonnabend

Katalog zur Ausstellung: „Michelangelo. Zeichnungen und Zuschreibungen” Autor: Martin Sonnabend, Vorwort von Max Hollein, 173 S., 78 farbige Abbildungen, Städel Museum, Frankfurt am Main, Michael Imhof Verlag, 2009, 29,90 Euro, ISBN 978-3-9809701-7-4

Adresse:
Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt

Kontakt:
www.staedelmuseum.de
Telefon +49(0)69-605098-0
Fax +49(0)69-605098-111

Öffnungszeiten: Dienstag, Freitag bis Sonntag 10-18 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10-21 Uhr

Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Familienkarte 18 Euro, freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren

Ausstellung / Fotografie / Wiesbaden: Kazuo Katase - Raum eines Raumes (Die Allegorie der Fotografie)

Freitag, 27. Februar 2009

Eine Ausstellung vom 01.03.2009 - 17.05.2009 im Museum Wiesbaden.

Im Zentrum der Wiesbadener Ausstellung, die anlässlich der Verleihung des Otto Ritschl-Preises gezeigt wird, steht die Installation „Raum eines Raumes (Die Allegorie der Photographie)“. In dieser Installation setzt sich Katase mit Jan Vermeer van Delft, einem der bekanntesten holländischen Künstler des Barock auseinander. Dessen Gemälde werden zum Ausgangspunkt für eine komplexe Inszenierung, in der auch Vermeers einzigartiger Umgang mit dem Licht und seine Nutzung der Camera Obscura thematisiert werden. In Kombination mit niederländischen Werken des 17. Jahrhunderts aus der Kunstsammlung des Museums gelingt Katase eine ungewöhnlich einprägsame Verbindung von alter und neuer Kunst. Begleitend zu der Ausstellung des dritten Ritschl-Preisträgers präsentiert das Museum Wiesbaden Gemälde von Otto Ritschl sowie Arbeiten der bisherigen Ritschl-Preisträger Gotthard Graubner und Ulrich Erben.

Der in Kassel lebende japanische Künstler Kazuo Katase untersucht die Wahrnehmung von Kunst. Bereits in den 1980er Jahren hat er sich mit Motiven der europäischen Malerei auseinandergesetzt, sie in fotografische und installative Formen transformiert und in die Gegenwart überführt. Damit hebt er die Grenzen von alter und neuer Kunst auf und verdeutlicht, dass Kunst aus unterschiedlichen Jahrhunderten einer zeit- und raumübergreifenden Sphäre verpflichtet sein kann.

Kennzeichnend für alle Werke des Künstlers, die zumeist durch polare Prinzipien und Dualismen wie Innen und Außen, Positiv und Negativ, Licht und Schatten, Individuum und Gesellschaft oder Mensch und Natur bestimmt werden, ist ihre geradezu physisch spürbare ästhetische Präsenz. Katases Bildsprache wird in hohem Maße von den Prinzipien der Imagination und der Assoziation bestimmt. Die Ausstellung in Wiesbaden lädt durch ihre Raumgliederung dazu ein, den Vorgang des Sehens bewusst zu erleben. Wer wen wie wann und warum betrachtet, wird bei Katase zu einem kriminalistischen Fragespiel, das den Betrachter auf faszinierende Art zu seiner eigenen Wahrnehmung der Bildbetrachtung zurückführt.

Adresse:
Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
65185 Wiesbaden
Kontakt:
Telefon: 0611 335 22 50
Telefax: 0611 335 21 92
museum@museum-wiesbaden.de

News: Friedlieb Ferdinand Runge–Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung 2009 an Peter Weibel

Freitag, 27. Februar 2009

Der Künstler, Kurator und Medientheoretiker Peter Weibel erhält den „Friedlieb Ferdinand Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung“ der Stiftung Preußische Seehandlung.

Der Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die als Künstler oder als Anstifter die Kunst und Kultur im deutschsprachigen Raum auf außergewöhnliche Weise bereichert und geprägt haben. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro soll neue Aufgaben und Werke des Preisträgers möglich machen.

Peter Weibel, 1944 in Odessa geboren, studierte Literatur, Medizin, Logik, Philosophie sowie Filmästhetik in Paris und Wien und promovierte über mathematische Logik. Gastprofessuren führten ihn u.a. nach Halifax und New York, er war künstlerischer Leiter der Ars Electronica, des Landesmuseums in Graz und 2008 der Biennale von Sevilla, Direktor des Instituts für Neue Medien an der Städelschule und Professor für visuelle Mediengestaltung in Wien, außerdem sechs Jahre lang Österreichs Kommissär der Biennale von Venedig. Seit 1999 leitet er das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe.

Die Entscheidung über die Preisvergabe 2009 geht auf den Preisjuror Ulrich Eckhardt zurück, der seine Wahl u.a. so begründet:
Peter Weibel ist Anstifter und Pionier neuer Erscheinungsformen der bildenden Kunst – im kreativen Sinne ein Querdenker – nicht nur als Theoretiker und Organisator, sondern auch als eigenständiger Künstler. Mit seinen zahllosen Vorträgen und Publikationen zur Theorie und Geschichte der Medien und mit seiner weltweiten Tätigkeit als Kurator vertritt er die interdisziplinäre Erweiterung der Künste und die Integration wissenschaftlicher Arbeit (Technik und Natur) in die Kunstvermittlung. Sein künstlerischer Weg führte ihn von der Wiener Aktionskunst über das amerikanische Expanded Cinema zur Videoinstallation, seine Werkliste umfasst Arbeiten aus den Bereichen Concept Art, Performance, Experimentalfilm, Video und Computerkunst. Seine starke, weit über den deutschsprachigen Raum hinaus reichende Reputation als Künstler wie als Kunstvermittler basiert auf einer universellen Perspektive zu allen Künsten, auf seiner unermüdlichen Präsenz, seiner Lust am Experiment, seiner forschenden Neugier und einer ausgeprägten Fähigkeit zur Animation.

Der Preis wird am 27. Februar 2009 in der Berlinischen Galerie. Landesmuseum für Moderne Kunst, Photographie und Architektur verliehen.

Walter Rasch, Senator a. D.
Vorsitzender des Vorstandes
Stiftung Preußische Seehandlung

News / Malerei: Pia Fries erhält den Fred Thieler Preis für Malerei 2009

Freitag, 27. Februar 2009

Den mit 10.000 Euro dotierten Fred Thieler Preis für Malerei vergibt die Fred-Thieler- Stiftung in der Berlinischen Galerie in diesem Jahr an Pia Fries.

Die Jury – bestehend aus Frank Badur, Karin Sander, Angela Schneider und Trak Wendisch unter dem Vorsitz von Jörn Merkert – ehrt damit eine eigenständige malerische Position, die Pia Fries ausgehend von der konzeptuellen Malerei ihres Düsseldorfer Lehrers Gerhard Richter entwickelt hat. Die ausgebildete Bildhauerin verwendet Farbe als plastisches Material. Ihre Werke – insbesondere die jüngst entstandenen – bewegen sich prononciert auf der Grenze zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Mit dem von dem Maler Fred Thieler gestifteten Preis werden seit 1992 alle zwei Jahre herausragende zeitgenössische Positionen der Malerei ausgezeichnet. Der Preisträger 2007 war Gerwald Rockenschaub.

Pia Fries (Jahrgang 1955) stammt aus der Schweiz und lebt seit 1980 in Düsseldorf. Seit 2007 ist die Gastprofessorin an der Universität der Künste (UDK) Berlin.

Der Fred Thieler Preis für Malerei 2009 wird am 17. März um 19:00 Uhr in der Berlinischen Galerie verliehen. Mit dem Preis ist eine Ausstellung (18.3. – 11.5.2009) verbunden, zu der eine Festschrift mit Laudatio von Stephan Berg, Direktor des Kunstmuseums Bonn, erscheint.

Pressegespräch: 17.03.2009, 11:00 Uhr
Preisverleihung und Eröffnung: 17.03.2009, 19:00 Uhr
Ausstellung: 18. März bis 11. Mai 2009

Adresse:

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
Kontakt:
Fon +49 (0) 30 – 789 02 – 600
Fax +49 (0) 30 – 789 02 – 700
www.berlinischegalerie.de

Ausstellung / Fotokunst / Berlin: Erwin Blumenfeld - Dada-Montagen 1916 – 1933

Freitag, 27. Februar 2009

Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie läuft noch bis zum 1. Juni 2009.

„In Wahrheit war ich nur Berliner“
Die von Helen Adkins kuratierte Ausstellung widmet sich erstmals umfassend dem Montagewerk Erwin Blumenfelds. Die Auswahl von rund 50 Montagen und 30 Fotografien stammt mehrheitlich aus dem Nachlass des Künstlers in Paris und Cambridge (GB), aus der Sammlung der Berlinischen Galerie und aus Privatbesitz. Die Ausstellung ist thematisch gegliedert: Selbstporträts, Schönheit und Vergänglichkeit, echtes und falsches Heldentum, die politischen Machtverhältnisse in Deutschland, utopische Großstadtvisionen. Zentrale Figuren sind, Charlie Chaplin, der Boxer und erste schwarze Weltmeister im Schwergewicht Jack Johnson, Wilhelm II. und Hitler.
Die Ausstellung basiert auf Helen Adkins Blumenfeld-Monografie von 2008.

Eine universale Persönlichkeit – Erwin Blumenfeld (1897-1969)

Erwin Blumenfeld hat für die Nachwelt sein Selbstbild festgeschrieben: im autobiografischen „Einbildungsroman“ sein bewegtes Leben und im Auswahlband „Meine 100 besten Fotos“ sein fotografisches Werk. Zwischen dem rebellischen Anarchisten und dem berühmten Porträt- und Modefotografen ist jedoch der Dada-Monteur für lange Zeit in einer Grauzone verschwunden. Blumenfeld hat kaum jemals an Ausstellungen teilgenommen, und seine Abwehrhaltung gegenüber dem Kunstbetrieb blieb lebenslang konstant. Die jetzige Entdeckung des frühen Montagewerks und dessen Verknüpfung mit dem umfangreichen Briefwechsel, den literarischen Skizzen und den fotografischen Arbeiten ergeben nun die eindrucksvolle Kontur eines modernen Uomo universale, der Kunst, Wissenschaft und Leben zwanglos miteinander verbunden hat.

Ein bewegtes Leben
Die Jugendjahre des 1897 in Berlin geborenen Erwin Blumenfeld sind dramatisch. Der Tod des Vaters 1913 an Syphilis, der finanzielle und gesellschaftliche Bankrott der Familie, der Verrat seiner gescheiterten Fahnenflucht im Ersten Weltkrieg durch die Mutter und der Verlust des Bruders bei Verdun erschüttern unwiderruflich Blumenfelds Auffassung von der Welt. Bereits 1918 zieht er nach Amsterdam zu seiner zukünftigen Ehefrau, Lena Citroen, der Kusine seines Jugendfreundes Paul Citroen. 1923 eröffnet er dort einen Handtaschen- Laden, dessen Bankrott 1933 mit Hitlers Wahlsieg einhergeht. Blumenfeld, der seit seinem zehnten Lebensjahr mit der Kamera experimentiert, versucht sich nun als Berufsfotograf zu etablieren. 1935 zieht er nach Paris und schafft es, auch durch die Unterstützung des Fotografen Cecil Beaton, in der Modewelt Fuß zu fassen. Nach einer zweijährigen Odyssee durch französische Internierungslager emigriert Blumenfeld 1941 nach New York. Rasch avanciert er zum hoch angesehenen und bestbezahlten Modefotografen. Er gestaltet zahlreiche Titelseiten für die Magazine Harper’s Bazaar, Vogue und Cosmopolitan. 1955 macht er sich in seinem Studio am Central Park selbständig. Er stirbt 1969 in Rom und ist dort begraben.

Berliner Bohème und Dada
Im spätwilhelminischen Berlin bewegt sich der junge Blumenfeld zwischen dem Untergang Preußens und den Verlockungen der Avantgarde. Er ist mit Paul Citroen und Walter Mehring, die als Maler und Dichter Anerkennung finden, eng befreundet. So verkehrt er in Herwarth Waldens Galerie „Der Sturm“ und im „Café Größenwahn“, wo er die Dichterin Else Lasker-Schüler kennen lernt. Mit George Grosz verbindet ihn eine lebenslange Freundschaft.

Die unbekannten Dada-Montagen
Die zwischen 1916 und 1933 entstandenen Montagen haben den widersprüchlichen Charakter intimer Tagebuchaufzeichnungen und populärer Filmexposés. Relikte aus den Bereichen Theater, Kino, Kunst, Literatur werden mit Fragmenten des Alltags durchsetzt. Ihren Dada-Charakter gewinnen die Montagen durch die spöttische bis zynische Grundhaltung eines anarchistischen Individualisten. Von struktureller Bedeutung ist überdies eine durch Meyers Konversationslexikon und Büchmanns „Geflügelte Worte“ geweckte Neugier auf die Welt und die Neigung, diese Welt in Aphorismen und Zitate zu zergliedern. Otto Weiningers Theorien prägen Blumenfelds Montagen ebenso wie Strindbergs Verteufelung des „Weibes“, doch die leidenschaftliche Anbetung des anderen Geschlechts ist unübersehbar. Ein zentraler Wesenszug der Montagen ist ihr großer Ich-Anteil und dessen Leitmotiv – das im gesamten Werk auftretende geteilte Gesicht. Seine Komposition folgt Weiningers These der menschlichen Androgynität, dem Doppelgängermotiv der Romantik und dem Verlangen, die engen Grenzen des eigenen Ich zu sprengen.

Ein einzigartiger Fotokünstler
Technisch geht das manuelle Montageprinzip 1933 in die chemischen Prozesse der fotografischen Entwicklung über. Blumenfelds Montagedenken aber bleibt: Ausschneiden, Übereinanderlegen, Versetzen, Hinzufügen und neu Kombinieren sind auch die Wesenszüge seiner Fotografie. In New York wird Blumenfeld zum gefeierten Starfotografen, der die wesenhafte Ausstrahlung und vergängliche Schönheit seiner Modelle mit der Kamera festhält.

Adresse:

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
Kontakt:
Fon +49 (0) 30 – 789 02 – 600
Fax +49 (0) 30 – 789 02 – 700
www.berlinischegalerie.de

Ausstellung / Köln: Lucy McKenzie

Donnerstag, 26. Februar 2009

Eine Ausstellung vom 14.03.2009 - 26.06.2009 im Museum Ludwig in Köln.

Die Gemälde der 1977 geborenen Künstlerin Lucy McKenzie machen deutlich, wie eine Malerei heute begriffen werden kann, die über die rein ästhetische Erfahrung hinausgeht. Ihre großformatigen Gemälde zeigen Interieurs, die sich auf Entwürfe von Inneneinrichtungen des 19. Jahrhunderts beziehen. McKenzie stellt diese Leinwände wie Theaterkulissen in den Raum auf. Im großen Deckenlichtsaal im Museum Ludwig bringt die Künstlerin nun solche Leinwände mit Trompe l’œil Malerei in eine annähernd sieben Meter lange und acht Meter hohe Holzkonstruktion ein, die von der Empore ebenso wie vom Ausstellungsraum erschlossen werden kann. Die Spannung, die im Werk von McKenzie zwischen angewandter und freier Kunst, Zeichnung und Malerei, Entwurf und annähernd lebensgroßer Leinwand liegt, wird auf diese Weise einmal mehr vorangetrieben. McKenzie setzt damit auch ihre Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Relevanz von Kunst, die in der Arts and Crafts- Bewegung des 19. und Anfang 20. Jahrhunderts eine besondere Ausprägung erhielt, konsequent fort. Dazu gehört für sie auch die Vorstellung der Künstlerin als Arbeiterin, die sich mit einer, für den entsprechenden Gebrauch selbst entworfener Arbeitskleidung darstellt.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag (inkl. feirtage): 10-18 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat: 10-22 Uhr
montags geschlossen
Adresse:
Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
50667 Köln
Kontakt:
Telefon +49-221-221-26165
Telefax +49-221-221-24114

E-Mail info@museum-ludwig.de

Ausstellung / Frankfurt: Darwin - Kunst und die Suche nach den Ursprüngen

Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Ausstellung in der Schirn Kunshalle Frankfurt läuft noch bis zum 03.05.2009.

Die Schirn präsentiert mit ihrer Ausstellung erstmals einen Einblick in die Auswirkungen des Darwinismus auf die bildende Kunst.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Charles Darwin im Jahr 2009 und des 150. Jahrestags der Veröffentlichung seines Schlüsselwerks On the Origin of Species (Über die Entstehung der Arten) zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Ausstellung „Darwin – Kunst und die Suche nach den Ursprüngen“. Darwins epochales Buch und die folgenden hitzigen Debatten über Ursprungsvorstellungen sprengten nicht nur die Grenzen der biologischen Wissenschaften, sondern drangen auch ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Die Ausstellung stellt nun erstmals die Auswirkungen des Darwinismus auf die bildende Kunst in den Mittelpunkt. Allen in der Ausstellung präsentierten Künstlern war ein mehr oder weniger starkes Interesse an den Naturwissenschaften gemeinsam; sie lasen Darwins eigene Schriften oder Texte, die sich mit seinen Theorien beschäftigten. Anhand von rund 150 Gemälden, Zeichnungen und Lithographien sowie seltenem Dokumentationsmaterial zeigt die Schirn Künstler wie Frederic Church, Martin Johnson Heade, František Kupka, Odilon Redon, George Frederic Watts, Arnold Böcklin, Gabriel von Max, Alfred Kubin oder Max Ernst und spannt einen zeitlichen Bogen von 1859 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

MAX ERNST, LA BICYCLETTE GRAMINÉE GARNIE DE GRELOTS LES GRISONS GRIVELÉS ET LES ÉCHINODERMES COURBANTS ÉCHINE POUR QUÊTER DES CARESSES, 1921

Darwins frühes Interesse an der Naturgeschichte wurde von Alexander von Humboldts Bericht über dessen Reise nach Südamerika (1799–1804) angeregt. Dieses Werk war so wichtig für Darwin, dass es ihn auf seiner fünfjährigen Weltreise auf dem Forschungsschiff „Beagle“ (1831–1836) begleitete. Als er Brasilien erreichte, schrieb er in sein Tagebuch: „Humboldts Beschreibungen sind unvergleichlich und werden es immer sein.“ Als er dann Jahre später On the Origin of Species (1859; dt.: Über die Entstehung der Arten, 1860) veröffentlichte, stellten die zentralen Begriffe seiner Theorie der natürlichen Selektion oder „Zuchtwahl“ – Konkurrenz, Kampf und Fortpflanzungserfolg – einen radikalen Gegenentwurf zu Humboldts Konzeption dar, der zufolge die Natur eine harmonische Einheit bildete. Für Darwin ist die Natur ein Schlachtfeld ohne ein höheres Ordnungsprinzip oder eine innere Wirkkraft.

On the Origin of Species wurde schon bald in zahlreiche Sprachen übersetzt und war nicht nur in der Welt der Wissenschaft ein großer Erfolg. Die darin formulierten Ideen setzten eine heiß geführte Diskussion über Ursprungsvorstellungen in Gang, die über die illustrierte Presse breite Bevölkerungsschichten erreichte. Die Fortschritte, die in dieser Zeit in der Druck- und Lithographietechnik gemacht wurden, kamen dieser Entwicklung zugute. Illustrierte Wochenzeitschriften konnten jetzt preisgünstig produziert werden. Auch populärwissenschaftliche Bücher und Science-Fiction-Romane wurden eifrig gelesen. Neue Veröffentlichungen Darwins heizten die Evolutionstheoriedebatten weiter an. In Deutschland trug Alfred Brehms Illustrirtes Thierleben (Erstausgabe 1864–1869) ebenfalls entscheidend zur Verbreitung vieler Ideen Darwins unter Erwachsenen wie Kindern bei. Gegen Ende des Jahrhunderts war dieses Werk mit etwa 1.500 Illustrationen ausgestattet, die dem Betrachter suggerierten, dass bei aller Blutrünstigkeit auch „wilde“ Tiere Gefühle haben konnten. Auch Jules Verne half mit seinen weitverbreiteten Science-Fiction-Romanen Voyage au centre de la terre (Reise zum Mittelpunkt der Erde, 1864) und Vingt mille lieues sous les mers (20.000 Meilen unter dem Meer, 1869), Darwins Ideen einem breiten Publikum nahezubringen. Schon bald wurden nicht nur unter Naturwissenschaftlern Ursprungs-, Überlebens- und Entwicklungstheorien aller Art heftig diskutiert. Auch Kultur- und Kunsthistoriker meldeten sich mit Beiträgen zu Wort. Vor allem Edward Tylor, Aby Warburg und Julius Meier-Graefe sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

Einer der bekanntesten und vielleicht frühesten Angriffe auf Darwins Theorien war The Reign of Law (Die Herrschaft des Gesetzes), das George Campbell, Duke of Argyll, 1867 veröffentlichte. Zwar erschien es nicht in deutscher Sprache, doch die von Alfred Russel Wallace, der unabhängig von Darwin seine eigene Evolutionstheorie entwickelt hatte, verfasste ausführliche Kritik dieses Buchs wurde 1870 ins Deutsche übersetzt. Im Jahr darauf vertrat Darwin in The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex (Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl, 1871) die These von der Verwandtschaft des Menschen mit den Tieren, wobei er den Tieren sogar ein „ästhetisches Vermögen“ zuerkannte. Das Buch wurde bald ins Deutsche übersetzt und heizte nicht nur die Debatten über die Evolutionstheorie weiter an, sondern führte zur Entstehung großer antidarwinistischer Fronten, denen wiederum mit einer Flut von Vorträgen, Artikeln und Büchern zur Verteidigung der Theorien Darwins begegnet wurde. In Deutschland stand Ernst Haeckel an der Spitze seiner Befürworter, in England vor allem Thomas Henry Huxley, in den Vereinigten Staaten Asa Gray.

Nicht nur die Vorstellungen Darwins, sondern auch die seiner vielen Fürsprecher und Widersacher gerieten schon bald ins Blickfeld der bildenden Künstler. In Deutschland kam Arnold Böcklin spätestens 1872 mit den Theorien Darwins, Brehms und Haeckels in Kontakt und verlieh in seinen Bildern der These Ausdruck, dass alles Leben ursprünglich dem Meer entstamme. Vielfach stellen die betreffenden Gemälde hybride Wesen dar, die an das „fehlende Bindeglied“ einer Evolutionskette erinnern. Auf paradoxe und nahezu komische Weise verschmolzen in diesen Werken traditionelle mythologische und christliche Motive mit den radikalen Evolutionsideen, die von der zeitgenössischen Naturwissenschaft aufgestellt wurden. Böcklins Interesse an den Debatten zur Evolutionstheorie wuchs im Laufe der 1870er-Jahre und vertiefte sich noch durch seinen Kontakt zu dem Haeckel-Schüler und Zoologen Anton Dohrn, der seine Aufgabe darin sah, Darwins Theorien durch empirische Befunde zu bestätigen. So schuf Böcklin nach einem Besuch bei Dohrn 1880 mehrere Meeresszenen, in denen Seejungfrauen und andere Meeresgeschöpfe mit menschlichen Zügen und Merkmalen ausgestattet sind.

Zwanzig Jahre später begann Gustav Klimt mit dekorativen zellenartigen Membranen bedeckte mutierte Meeresgeschöpfe zu malen, in denen sich sein Interesse an der monistischen Philosophie Ernst Haeckels manifestierte. Kurz nachdem Haeckels Die Welträtsel in der Wiener Presse rezensiert worden war, stellte Klimt in der 7. Ausstellung der Secession sein Wandbild Philosophie (1899–1907) aus. Damit rückte der Darwinismus ins Zentrum einer künstlerischen Kontroverse. Die Beschreibung im Katalog lässt am darwinistischen Programm des Bildes keinen Zweifel: „Linke Figurengruppe: Das Entstehen, das fruchtbare Sein, das Vergehen. Rechts: Die Weltkugel, das Welträtsel. Unten auftauchend eine erleuchtete Gestalt: Das Wissen.”

Überzeugt davon, dass alles Leben einst hermaphroditisch gewesen und aus den Tiefen des Ozeans geboren worden sei, offenbart Alfred Kubin in seinen skurril-unheimlichen Mischwesen eine bedrohlichere Sicht der Evolution. Kubins frühe Zeichnungen zeigen einen Künstler, der vom Darwinismus besessen war, der jedoch gleichzeitig den progressiven Optimismus und Rationalismus der Wissenschaftler verspottete. Er betonte die unerbittlichen Schlussfolgerungen der Evolutionstheorie und die barbarischen Wirklichkeiten von Sexualität und Zeugung.

Aus Werken von in Frankreich tätigen Künstlern wie František Kupka und Odilon Redon geht hervor, dass zwischen 1880 und 1905 die Verbreitung des Darwinismus dort nicht nur mit einem wachsenden Interesse am „L’homme primitif“ einherging. Auch die Vorstellung, der Ursprung des Lebens sei in Sümpfen und Meeren zu suchen, fand ihren deutlichen Niederschlag in diesen Werken. In den USA waren die Reaktionen auf Darwins Lehren etwas zurückhaltender. Einige Maler blieben trotz ihres Wissens um Darwins Theorien überzeugte Kreationisten – hier ist vor allem Frederic Church zu nennen. Martin Johnson Heade hingegen suchte Darwins Visionen auf subtile Weise in Bilder zu fassen und zeigte die Natur als „dichtbewachsene Uferstrecke“, unter deren äußerer Schönheit der Kampf um das Dasein tobt. Auch in England wurden Darwins Theorien zwar heiß diskutiert, doch die meisten Künstler hielten sich aus diesen Auseinandersetzungen heraus. Eine bemerkenswerte Ausnahme war George Frederic Watts, der in seinen Gemälden evolutionäre Prozesse als Vergeistigung der Materie sah.

In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden evolutionäre Vorstellungen in zunehmendem Maß von Anthropologen und Psychologen wie James Frazer, Sigmund Freud und C. G. Jung aufgenommen. Ihre Interpretationen stießen auch bei Max Ernst auf nachhaltiges Interesse. Viele seiner Gemälde und Collagen, die auch von populärwissenschaftlichen Büchern des 19. Jahrhunderts und seinem Interesse für Paläontologie inspiriert waren, können als seine Version einer versteinerten „tiefen Zeit“ bezeichnet werden, in denen nicht nur die Ursprünge, sondern auch die Zukunft des Lebens auf der Erde hinterfragt werden. Zwischen 1920 und 1933 brachte Ernst in seiner Kunst eine positive Sicht auf den Evolutionismus zum Ausdruck. Danach scheinen seine Gemälde immer deutlicher die Möglichkeit des drohenden Untergangs der Menschheit auszusprechen. Letztlich stellt diese Ausstellung Fragen zur Diskussion, auf die Darwin die Antwort schuldig geblieben ist: Ist Evolution gleichbedeutend mit Fortschritt? Kann die Menschheit überleben? Diese Fragen sind möglicherweise die dringlichsten, mit denen die Menschheit des 21. Jahrhunderts konfrontiert ist.

Einen Raum zur Einführung in Leben und Werk von Charles Darwin zeigt die Schirn in Kooperation mit dem Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg; ein Raum, der Teile der wissenschaftlichen Sammlung des Künstlers Gabriel von Max rekonstruiert, entsteht in Zusammenarbeit mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim.

Künstlerliste: René Binet, Leopold und Rudolf Blaschka, Arnold Böcklin, Jean Carriès, Frederic Edwin Church, Max Ernst, Léon Maxime Faivre, Ernst Haeckel, Martin Johnson Heade, John Heartfield, Xénophon Hellouin, Max Klinger, Alfred Kubin, František Kupka, Gabriel von Max, Odilon Redon, George Frederic Watts.

Katalog: „Darwin. Kunst und die Suche nach den Ursprüngen“ (engl. Ausgabe: „Darwin. Art and the Search for Origins“). Herausgegeben von Pamela Kort und Max Hollein. Mit einem Vorwort von Max Hollein und Texten u. a. von Jane Goodall, Pamela Kort, Marsha Morton, Robert Richards und Julia Voss. Deutsche und englische Ausgabe, je ca. 352 Seiten, ca. 300 Abbildungen, Wienand Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-87909-972-6 (deutsch), ISBN 978-3-87909-973-3 (englisch), je ca. 30 € (Schirn), ca. 40 € (Buchhandel).

ADRESSE:

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Ausstellung / München: Apichatpong Weerasethakul - Primitive

Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Ausstellung im Haus der Kunst in München läuft noch bis zum 17.05. 2009.

Auf die Filmprojekte von Herbert Achternbusch, Agnés Varda, Christoph Schlingensief, Alexander Kluge, Garin Nugroho und Amar Kanwar, die das Haus der Kunst seit 2003 gezeigt hat, folgt nun Apichatpong Weerasethakul mit der Weltpremiere von “Primitive”. Die Reihe wird fortgesetzt mit Edgar Reitz (Variavision, 2010).

“Primitive” ist eine neue Arbeit des thailändischen Künstlers und Filmemachers Apichatpong Weerasethakul. Das Kernstück des facettenreichen Projekts, das in verschiedenen Zusammenhängen präsentiert wird, bildet die Installation auf mehreren Leinwänden, die im Haus der Kunst Premiere hat. Das Haus der Kunst hat “Primitive” gemeinsam mit FACT (Foundation for Art and Creative Technology) in Liverpool und Animate Projects in London in Auftrag gegeben.

Als er im vorigen Jahr für einen Spielfilm über Onkel Boonmee recherchierte, einen Mann, der sich an seine früheren Leben erinnern kann, bereiste Apichatpong Weerasethakul den Nordosten Thailands nahe der laotischen Grenze. Unter anderem besuchte er das verschlafene Dorf Nabua, einen der Orte, den die thailändische Armee von den 1960er- bis in die frühen 1980er-Jahre besetzt hatte, um vermeintliche Kommunisten in Schach zu halten. 1965 wurde Nabua landesweit bekannt, weil sich dort kommunistische Bauern und totalitäre Regierung das erste Feuergefecht lieferten. Zwanzig Jahre lang unter strikter Besatzung und militärischer Kontrolle, war Nabua Schauplatz von grausamer Unterdrückung, Kampf und Gewalt. Viele Menschen flohen in die Wälder. Zurück blieben fast nur Frauen und Kinder.

In einer Sage aus dieser Gegend klingen die historischen Tatsachen nach: Sie erzählt von einem “Witwengespenst”, das jeden Mann entführt, der sein Reich betritt. Es verschleppt sie zu seinen anderen Ehemännern in ein unsichtbares Land. Deshalb, so die Sage, sei die Gegend männerlos. “Witwenstadt” wurde der Spitzname von Nabua. Als der kalte Krieg endete, wurden Einigungen erzielt und die kommunistische Partei von Thailand verkümmerte. Die Regierung spielte die Gewalt herunter. Die Öffentlichkeit vergaß. Auch die Toten sind vergessen. Die junge Generation kennt das Nabua von gestern nicht mehr.

Apichatpong Weerasethakuls Projekt will Nabua neu erfinden, einen Ort, wo Erinnerungen und Ideologien ausgestorben sind. Die Installation porträtiert die halbwüchsigen männlichen Nachkommen der kommunistischen Bauern, befreit aus dem Reich des Witwengespensts.

Weerasethakul verbrachte Ende 2008 zwei Monate in Nabua und dokumentierte das Leben der Teenager. Das Projekt verzweigte sich und nahm verschiedene Formen an: Manifestationen eines Künstlers, der verschiedene ausgedachte Szenarien schafft, um einem Ort eine Erinnerung einzupflanzen. Wie bei seinen bisherigen Arbeiten mischen sich Fiktion und Dokumentation. Immer schon wollte Weerasethakul einen Film mit einem Raumschiff drehen; Nabua schien ihm der perfekte Landeplatz für dieses Raumschiff und für die Idee einer Reise. Er bat die Teenager des Dorfes, das Raumschiff mit ihm zu bauen. Es bildet ein Kernmotiv der Installation.

Wie Weerasethakuls Filme ist auch “Primitive” eine Impression von Licht und Erinnerung. Das Licht ist natürlich: Sonnenlicht, Feuerschein. Lichter sickern durch Türen und Fenster, Lichter verbrennen die Reisfelder. Künstliche Blitzschläge zerstören die friedliche Landschaft und locken die Geister aus der Erde. “Primitive” handelt von Wiedergeburt und Transformation. Es feiert die zerstörerische Kraft der Natur und in uns, eine Kraft, die brennen muss, um geboren zu werden und sich zu wandeln.

Die Primitive-Installation im Haus der Kunst besteht aus verschiedenen Elementen, die gleichzeitig auf mehreren Leinwänden vorgeführt werden. Die Hauptleinwände zeigen verschiedene Arten von Tageslicht, vom Abend bis zur Nacht. Die Teenager sind in einem Reisfeld, in der Ferne sieht man das Raumschiff, ein Gespenst steht im Sonnenuntergang und in der Nacht träumen die Teenager im Raumschiff. Eine andere Leinwand zeigt Aufnahmen von Nabua und seinen nächtlichen Feldern, Blitze schlagen krachend in die Erde ein. Der Bau des Raumschiffs ist dokumentiert und es gibt zwei Musikvideos, in denen die Halbwüchsigen auftreten.

Apichatpong Weerasethakul ist letztes Jahr bei der 55. Carnegie International für seine Installation “Unknown Forces” als herausragender neuer Künstler mit dem Fine Prize ausgezeichnet worden. Seine Spielfilme, unter anderem “Tropical Malady” (2004) und “Syndromes and a Century” (2006) wurden von der Kritik hoch gelobt und gewannen mehrere Preise. Er ist anerkannt als “eine der Schlüsselfiguren der Filmkunst dieses Jahrzehnts” (Frieze).

Zusätzlich zu der Installation, die im Haus der Kunst gezeigt wird, hat das Primitive-Projekt drei Komponenten: Zwei selbstständige Kurzfilme und ein Künstlerbuch, das ebenfalls “Primitive” heißt.

Der Kurzfilm “Primitive: A Letter to Uncle Boonmee” wird am 20. Februar im Filmmuseum München uraufgeführt. Ein Halbwüchsiger, der den Regisseur spielt, trägt einen Brief vor: Er beschreibt das Innere abendlicher Häuser in Nabua.

Der Kurzfilm “Phantoms of Nabua” wurde eigens für die Website “Animate Projects” geschaffen und wird unter www.animateprojects.org online gestellt. “Phantoms of Nabua” porträtiert Lichter: Die Lichter des Zuhauses, aber auch das Licht der Zerstörung - Teenager spielen mit einem brennenden Fuflball.

Das Künstlerbuch “Primitive” enthält Interviews und Tagebucheinträge, die während Apichatpong Weerasethakuls Recherche-Reisen entstanden sind, sowie Fotos. Es erscheint im Laufe des Jahres bei Edizioni Zero, Mailand in der Cujo-Serie.

Retrospektiven von Weerasethakuls Filmen werden im Österreichischen Filmmuseum in Wien (26. März - 2. April), dem Arsenal-Kino Berlin (1. - 15. April) und im Filmmuseum München (3. - 15. April) gezeigt. Im März veröffentlicht das Österreichische Filmmuseum die erste umfassende englischsprachige Monografie.

Adresse:
Haus der Kunst
Prinzregentenstrasse 1
d 80538 München

Kontakt:
t +49 (0)89 21127-113
f +49 (0)89 21127-157
mail@hausderkunst.de

Ausstellung / Hamburg: Horst Janssen. Der Alp - Variationen zu Heinrich Füssli

Dienstag, 24. Februar 2009

Die AUsstellung im Janssen-Kabinett der Kunsthalle Hamburg läuft noch bis zum 19.07.2009.

Horst Janssen (1929-1995), Alpchen-Suite für Bettina, (Folge: Der Alp – Variationen zu Heinrich Füssli), 1973, Radierung, 161 x 215 mm,  Hamburger Kunsthalle

Angeregt durch Johann Heinrich Füsslis (1741 –1825) Gemälde Die Nachtmahr von 1781 schuf Horst Janssen 1973-1975 die Radierfolge Der Alp. Variationen zu Heinrich Füssli. Über drei Jahre beschäftigte ihn dieser Zyklus, zu dem zahlreiche Variationen des Themas entstanden. In den 28 Radierungen der Folge greift Janssen die erotisch dämonische Facette von Füsslis Gemälde auf und steigert sie durch beängstigende Deformationen. Die Stimmung des Alptraumartigen wird bei Janssen durch die markanten Hell-Dunkelkontraste, die dunklen Schatten und grellen Lichteffekte der Radierungen technisch meisterhaft in Szene gesetzt.

Als Füsslis Gemälde Die Nachtmahr (Detroit, The Detroit Institute of Art) im Jahr 1782 erstmals in der Royal Academy in London ausgestellt wurde, löste das Bild einen Skandal aus: Ausgestreckt auf einem Bett liegt eine Frau in weißem Gewand, auf ihrer Brust sitzt ein gnomenhafter Alp, während ein Geisterpferd seinen Kopf durch die Bettvorhänge schiebt. Füssli verarbeitete in diesem Bild seine leidenschaftliche, unerfüllte Liebe zu der jungen Anna Landolt, einer Nichte Lavaters. Wie bei Füssli, so spiegeln sich auch bei Janssen in der Darstellung der Nachtmahr erotische Begierde und Eifersucht: 1973 hatte er die junge Bettina Sartorius kennen gelernt. Radierungen wie Alpchen Suite – für Bettina spielen direkt auf diese dramatisch gescheiterte Liebe an. In Anlehnung an Füsslis Gemälde zeigen sie die von den blinden Augen der Nachtmahr bedrohten jungen Frau.

Inspiriert durch den in der Hamburger Kunsthalle gezeigten Zyklus Kunst um 1800 mit der Ausstellung Johann Heinrich Füssli (1974/75), vor allem jedoch durch die 1973 erschienene Publikation von Gerd Schiff zu Johann Heinrich Füssli, verbindet Janssen in dem Zyklus geschickt seine eigenen Motive mit Füsslis Vorbildern: Werke wie Füseli and me, Fuseli zu Fuseli oder Shepherd’s Dream demonstrieren die genüssliche Verfremdung Füsslischer Motive mit den eigenen Phantasien.

Die Hamburger Kunsthalle besitzt mit der Sammlung von Janssens Drucker Hartmut Frielinghaus (erworben 1997) und dem Vermächtnis Gerhard Schack in der Hamburger Kunsthalle (2007) die weltweit größte Sammlung von Janssen-Graphik. Die Ausstellung zeigt neben Zeichnungen und Skizzen zum Zyklus verschiedene Zustandsdrucke und Druckvarianten, vorwiegend in exzellenten Probedrucken.

Kuratorinnen der Ausstellung: Dr. Petra Roettig und Ursula Sdunnus

Pressetermin: Donnerstag, 19. Februar 2009, 11 Uhr
Matinee: Sonntag, 22. Februar 2009, 12 Uhr

Adresse:
Hamburger Kunsthalle
Stiftung öffentlichen Rechts
Glockengießerwall
20095 Hamburg
Kontakt:
Telefon ++49 (0) 40 428 131 200
Telefax ++49 (0) 40 428 54 34 09
E-Mail info@hamburger-kunsthalle.de
Internet www.hamburger-kunsthalle.de