Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

art forum Berlin - The International Art Show

Montag, 20. Juli 2009

Vom 24. bis 27.09.09 findet die vierzehnte Ausgabe des art forum berlin - die Internationale Kunstmesse statt.

Rund 130 führende Galerien aus den wichtigsten Kunstzentren der Welt präsentieren zu Beginn der Herbstsaison der europäischen Kunstmessen in Berlin ihre Stars und Newcomer.

In diesem Jahr wartet die internationale Kunstmesse mit einigen Neuerungen auf. So wird erstmals im Sektor ‚galleries’, neben den Galerien für zeitgenössische Kunst, eine Anzahl von Galerien zugelassen, die Kunst seit den 60er Jahren präsentieren. Mit dieser Erweiterung des Ausstellungsangebotes - ohne den Hauptfokus auf die zeitgenössische Kunst zu schmälern - wird die internationale Kunstmesse vielfältiger und für die Besucher attraktiver und interessanter.

Der Sektor ‚focus’ erlaubt jungen Galerien, die nicht älter als 5 Jahre sind, einen viel beachteten Auftritt. Weiter initiiert die internationale Kunstmesse den Sektor ‚plein air’ für die Präsentation von Installationen und Skulpturen im attraktiven Sommergarten beim Palais am Funkturm. Die Präsentation von kulturellen Institutionen und internationalen Kunstzeitschriften runden das Ausstellungsprogramm ab. Ergänzend werden Podiumsdiskussionen mit führenden Persönlichkeiten aus der internationalen Kunstwelt veranstaltet.

Während des art forum berlin präsentieren Berlins Museen, Galerien und private Kunstinstitutionen ein vielfältiges Programm hochkarätiger Ausstellungen. So zeigt die Neue Nationalgalerie Bilderträume. Die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch und Thomas Demand, der Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart die Ausstellung Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst 2009: Keren Cytter, Omer Fast, Annette Kelm und Danh Vo.

Künstler des Monats April / Fotografie: Helfried Stange

Donnerstag, 2. April 2009

Der Künstler Helfried Stange wurde 1946 in Meinersdorf geboren und lebt heute in Lippstadt. Die Wurzeln seiner Konzeption finden sich in der Kunst geometrischer Abstraktion der 50er Jahre (mit Verwandtschaft zu Pop- und Op-Art), welche wiederum in der Tradition von De Stijl, Abstraction Ceation und dem Bauhaus steht. Mit dem Funktionalismus des Bauhaus, welches eine Synthese von geistig-künstlerischer und technisch-handwerklicher Ausbildung anstrebte, identifiziert sich auch Stange. Dabei geht es dem mehrfachen Preisträger nicht um eine Annäherung an einen Stil als Wiedererkennungswert. Für ihn steht das gemeinsame ästhetische Bewusstsein im Vordergrund.

Stange absolvierte ein Studium an der Fachhochschule für Design in Münster (Studien u.a. bei Emil Hartwig, dem einzigen Meisterschüler von Paul Klee, Prof. Heydemann, und Stegmann), das den Künstler in seiner künstlerischen Ausrichtung bestätigte und seine Vorliebe für exaktes Arbeiten und strenge geometrische Formen festigte.

Die Objekte in Helfried Stanges Fotografien setzen sich aus verschieden farbigen geometrischen Formen und Strukturen zusammen. In der Auseinandersetzung mit konstruktiven Elementen hat der Künstler Details aus dem ursprünglichen Funktionszusammenhang herausgelöst. Um solche Details herum wird der Hintergrund weich aufgelöst. An die Formfindung schließt sich die farbige Gestaltung der konstruktiven Elemente an. Die ausgeklügelte und ausgewogene Farbverteilung führt zu einer Balance in einem integrativen Konzept der Gleichgewichtung von einfachen Formen und Farben.

Künstler des Monats März / Fotografie: Karl Thomas

Donnerstag, 5. März 2009
Karl Thomas sieht die Welt mit seinen Augen. Unkonventionelle, einzigartige Blickwickel und eine visionäre, gesamtheitliche Betrachtung prägen nicht nur sein fotografisches Werk, sondern seine gesamte Arbeitsweise. Seine scheinbare, stilistische Vielfalt reduziert sich auf einen roten Faden: Die individuelle, passionierte Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema. Der Stil beantwortet die Aufgabenstellung.
Das Ergebnis: sichtbare Leidenschaft.

Karl Thomas, geb. 1970, stammt aus Eggendorf, in der Nähe von Wien. Auf seinen Universitätsabschluss der Landschaftsplanung 1996 folgen über 150 fotografische Reisen.

In den Bereichen Reise- und Tourismusfotografie für Wien und Osteuropa ist Karl Thomas in den letzten 10 Jahren zu einem fotografischen Fixpunkt in Europa avanciert.

Aktuell arbeitet er als freier Fotograf für führende Unternehmen in den Bereichen People- und Werbefotografie.

News: Friedlieb Ferdinand Runge–Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung 2009 an Peter Weibel

Freitag, 27. Februar 2009

Der Künstler, Kurator und Medientheoretiker Peter Weibel erhält den „Friedlieb Ferdinand Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung“ der Stiftung Preußische Seehandlung.

Der Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die als Künstler oder als Anstifter die Kunst und Kultur im deutschsprachigen Raum auf außergewöhnliche Weise bereichert und geprägt haben. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro soll neue Aufgaben und Werke des Preisträgers möglich machen.

Peter Weibel, 1944 in Odessa geboren, studierte Literatur, Medizin, Logik, Philosophie sowie Filmästhetik in Paris und Wien und promovierte über mathematische Logik. Gastprofessuren führten ihn u.a. nach Halifax und New York, er war künstlerischer Leiter der Ars Electronica, des Landesmuseums in Graz und 2008 der Biennale von Sevilla, Direktor des Instituts für Neue Medien an der Städelschule und Professor für visuelle Mediengestaltung in Wien, außerdem sechs Jahre lang Österreichs Kommissär der Biennale von Venedig. Seit 1999 leitet er das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe.

Die Entscheidung über die Preisvergabe 2009 geht auf den Preisjuror Ulrich Eckhardt zurück, der seine Wahl u.a. so begründet:
Peter Weibel ist Anstifter und Pionier neuer Erscheinungsformen der bildenden Kunst – im kreativen Sinne ein Querdenker – nicht nur als Theoretiker und Organisator, sondern auch als eigenständiger Künstler. Mit seinen zahllosen Vorträgen und Publikationen zur Theorie und Geschichte der Medien und mit seiner weltweiten Tätigkeit als Kurator vertritt er die interdisziplinäre Erweiterung der Künste und die Integration wissenschaftlicher Arbeit (Technik und Natur) in die Kunstvermittlung. Sein künstlerischer Weg führte ihn von der Wiener Aktionskunst über das amerikanische Expanded Cinema zur Videoinstallation, seine Werkliste umfasst Arbeiten aus den Bereichen Concept Art, Performance, Experimentalfilm, Video und Computerkunst. Seine starke, weit über den deutschsprachigen Raum hinaus reichende Reputation als Künstler wie als Kunstvermittler basiert auf einer universellen Perspektive zu allen Künsten, auf seiner unermüdlichen Präsenz, seiner Lust am Experiment, seiner forschenden Neugier und einer ausgeprägten Fähigkeit zur Animation.

Der Preis wird am 27. Februar 2009 in der Berlinischen Galerie. Landesmuseum für Moderne Kunst, Photographie und Architektur verliehen.

Walter Rasch, Senator a. D.
Vorsitzender des Vorstandes
Stiftung Preußische Seehandlung

News / Malerei: Pia Fries erhält den Fred Thieler Preis für Malerei 2009

Freitag, 27. Februar 2009

Den mit 10.000 Euro dotierten Fred Thieler Preis für Malerei vergibt die Fred-Thieler- Stiftung in der Berlinischen Galerie in diesem Jahr an Pia Fries.

Die Jury – bestehend aus Frank Badur, Karin Sander, Angela Schneider und Trak Wendisch unter dem Vorsitz von Jörn Merkert – ehrt damit eine eigenständige malerische Position, die Pia Fries ausgehend von der konzeptuellen Malerei ihres Düsseldorfer Lehrers Gerhard Richter entwickelt hat. Die ausgebildete Bildhauerin verwendet Farbe als plastisches Material. Ihre Werke – insbesondere die jüngst entstandenen – bewegen sich prononciert auf der Grenze zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.

Mit dem von dem Maler Fred Thieler gestifteten Preis werden seit 1992 alle zwei Jahre herausragende zeitgenössische Positionen der Malerei ausgezeichnet. Der Preisträger 2007 war Gerwald Rockenschaub.

Pia Fries (Jahrgang 1955) stammt aus der Schweiz und lebt seit 1980 in Düsseldorf. Seit 2007 ist die Gastprofessorin an der Universität der Künste (UDK) Berlin.

Der Fred Thieler Preis für Malerei 2009 wird am 17. März um 19:00 Uhr in der Berlinischen Galerie verliehen. Mit dem Preis ist eine Ausstellung (18.3. – 11.5.2009) verbunden, zu der eine Festschrift mit Laudatio von Stephan Berg, Direktor des Kunstmuseums Bonn, erscheint.

Pressegespräch: 17.03.2009, 11:00 Uhr
Preisverleihung und Eröffnung: 17.03.2009, 19:00 Uhr
Ausstellung: 18. März bis 11. Mai 2009

Adresse:

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
Kontakt:
Fon +49 (0) 30 – 789 02 – 600
Fax +49 (0) 30 – 789 02 – 700
www.berlinischegalerie.de

Konzert / Stuttgart: Neue Musik zur »Apokalypse« von Max Beckmann

Mittwoch, 18. Februar 2009

Freitag, 20.02.2009, 19.30 Uhr Vortragssaal Neue Staatsgalerie

2004 schufen fünf Komponisten neue Musik zu Max Beckmanns eindringlichen Lithographien zur »Apokalypse«. Die farbenreichen Kammermusikstücke für das ensemble phorminx reflektieren durch Ideenvielfalt und Format die Grafiken zu den Stationen der biblischen Endzeit, die Max Beckmann 1941 im niederländischen Exil schuf. Die »Freunde der Staatsgalerie Stuttgart« konnten im vergangenen Jahr den gesamten Zyklus für die Staatsgalerie erwerben. Bis 8. März sind sie noch im Erdgeschoss der Alten Staatsgalerie zu sehen. Das Konzert um 19.30 Uhr bietet die Möglichkeit Analogien zwischen Bild und Klang zu erleben.

Die Führungen mit der Kuratorin Dr. Corinna Höper durch die Ausstellung sind leider bereits ausgebucht.

Adresse:
Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 30-32
D-70173 Stuttgart
Kontakt:
Tel. 0711 . 470 40 250
und 0711 . 470 40 228
Fax 0711 . 236 99 83
info@staatsgalerie.de

Künstler des Monats Februar - Ingo Schulz

Freitag, 6. Februar 2009

Inspiriert durch die Pop-Art-Metropolen New York und London setzt sich der Künstler Ingo Schulz (geb. 1962) schon seit einigen Jahren intensiv mit den typischen Mal-, Sprüh- und Drucktechniken dieser Kunstrichtung auseinander. Nicht zufälligerweise charakterisieren sich seine überwiegend großformatigen Arbeiten durch eine hohe technische Präzision sowie ein ganz eigenes ästhetisches Zusammenspiel von Farben. Kräftigen Farben!

Die Werke von Ingo Schulz sind eine Hommage an die Pop-Kultur. Einerseits führen sie die Tradition der großen Pop Ikonen fort, andererseits entwickeln sie dabei eine neue Interpretation des Genres.

In der aktuellen Serie „Menschen – People“ wird der aus der Pop Art wohl bekannte technisch-mechanische Prozess des Siebdrucks nachgeahmt und in einen rein manuellen Vorgang überführt. Als Inspiration seiner Werke dienen reelle Motive und nicht Vorlagen aus Comics wie so oft in der Pop Art anzutreffen.

Ingo Schulz kombiniert echtes Handwerk mit modernen Techniken und transportiert damit den Grundgedanken der Pop-Art in den aktuellen Zeitgeist. Seine Werke sprühen vor Leidenschaft, unterschwelligem Humor und dem kompromisslosen Willen zur Perfektion.

Ausstellung / Karlsruhe: Tony Cragg - Second Nature

Freitag, 30. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 14.02.2009 - 03.05.2009 in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.

Tony Cragg, Companions, 2008, Fiberglas

Tony Cragg zählt zu den bedeutendsten Bild- hauern der Gegenwart. Das plastische Oeuvre des 1949 in Liverpool geborenen Künstlers, das anfänglich Impulse aus der Auseinandersetzung mit der englischen Land Art und körperbetonten Arbeits- methoden aufnahm, zeichnet sich durch einen immensen Reichtum an überraschenden Form- erfindungen aus, die sich auch in den Zeichnungen widerspiegeln. Metamorphosen von Wahrnehmungen der Gegenstandswelt, der Landschaft und der Figur gehen in Craggs Werke ein. Seit einigen Jahren entstehen neben den Skulpturen auch Zeichnungen, Aquarelle und Radierungen. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe zeigt mit gut 120 Arbeiten auf Papier einen Querschnitt des zeichnerischen, aquarellistischen und grafischen Werks des Künstlers, das bis in die siebziger Jahre zurückreicht. Außerdem vereint sie im Hauptgebäude und der Orangerie mehr als zwanzig der wichtigsten Skulpturen Craggs, die seit dem Jahr 2000 entstanden.

In den achtziger Jahren wurde Cragg für seine Installationen aus Plastik-Fragmenten weltberühmt, die er mosaikartig zu farbigen Reliefs und Bodenarbeiten arrangierte und mit denen er ästhetisch provokativ Ikonen und Klischees der Gegenwart befragte. Stapelung, Schichtung und Häufung – Strategien, die er auch in Zeichnungen durch federnde Formwiederholungen nachempfindet und auch heute noch für seine plastischen Arbeiten einsetzt – waren damals schon werk-konstitutive tektonische Verfahren, mit denen sich Cragg verschiedenster Altmaterialien bemächtigte und sie überraschend umdeutete. Neben der monumentalen Vergrößerung von Alltagsgegenständen erarbeitete er in den achtziger Jahren seine rein abstrakten „Early Forms“, die als autonome Formgebilde aus einer Haut entwickelt sind, die sich dramatisch einstülpt und ausbuchtet, zu rasanten Kurven aufschwingt, wiederum Gefäßhaftes in sich aufnimmt und mehrdeutig an Körperhöhlungen und –innenräume, an Frühformen der Entwicklung des Organischen erinnert. Plastiken von frappanter Geschmeidigkeit entstehen in dieser Werkgruppe bis heute.

Wirbelsäulenstrukturen waren in den neunziger Jahren produktive Ausgangskonstellationen für die Entwicklung weiterer Werkreihen. Stelen erwachsen in jüngerer Zeit vor allem auch aus Reihungen und Deformationen von Gesichtern und Köpfen, die sich vielfach verzerrt und wie in rotierender Bewegung im Raum entfalten. In der Horizontalen vereinigen sich Köpfe, Gesichter mit geschlossenen Augen und aus ihnen hervorgehende plastische Brückenformen zu „Mental landscapes“, Kopf- und Denk-Landschaften, die sich visionär und traumverloren auffächern, scheinbar sukzessive in Phasen festgehaltene Bewegungen in die Skulptur überführen.

Cragg selbst bezeichnet sich gerne als „Materialisten“, der die Möglichkeiten seiner immer wieder neuen Werkstoffe erforscht und zu erweitern sucht. Tatsächlich setzt er sich in seinen Werken aus Glas, Holz, Kunststoff, Bronze, Gips, Fiberglas, Aluminium und Stein aber auch mit Raum und Zeit auseinander, mit Bewegung und Präsenz, mit Mikrostrukturen und Makrozusammenhängen, mit dem, was Le-bendigkeit ausmacht. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse bilden dabei häufig die Basis seiner ästhetischen Überlegungen.

Dabei kommt dem Begriff der Energie – auch für die Zeichnungen und die Aquarelle Tony Craggs – eine besondere Bedeutung zu. Die Karlsruher Ausstellung vermittelt einen repräsentativen und vielfältigen Eindruck davon, welche Sujets und Strukturen für das bildnerische Denken Craggs eine zentrale Rolle spielen und wie er sie über die Jahrzehnte hinweg verwandelt aufgreift, überformt, verschränkt und fruchtbar macht. Zeichnung und Skulptur stehen sich im Schaffen dieses Künstlers, der seit 1988 an der Düsseldorfer Kunstakademie als Professor lehrt und kürzlich in Wuppertal den eindrucksvollen Skulpturenpark „Waldfrieden“ eröffnete, weitgehend autonom gegenüber. Die Zeichnung mit ihren vibrierenden, rotierenden, die Gegenstände auflösenden Gesten lässt auch jene Dimensionen erahnen, die Cragg nur in diesem Medium sichtbar machen kann: Welle und Teilchen, Partikel und Strahlung, Schwingung, Strömung und das Geschehen im Zwischenraum zwischen den Körpern, der erfüllt ist von unsichtbaren Kräften.

Adresse:
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 2-6
76133 Karlsruhe
Kontakt:
Telefon: (0721) 926 33 59
Fax: (0721) 926 67 88
www.kunsthalle-karlsruhe.de

Ausstellung / Hamburg: Roy Lichtenstein – Plakate

Mittwoch, 28. Januar 2009

Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg läuft noch bis zum 01.03.2009.

Zum ersten Mal zusammengestellt: Ca. 70 Exponate aus der Zeit von 1962 – 1997

Comicbilder, Sprechblasen, Zeitungsanzeigen, Punktraster und klare satte Farbtöne zeichnen den unverwechselbaren Stil von Roy Lichtenstein (1923 – 1997) aus. Er entwarf rund vierzig Plakate, hinzu kommen weitere dreißig, für die er die Motive auswählte. Dem Museum für Kunst und Gewerbe ist es gelungen, erstmalig alle Plakate des amerikanischen Pop Art Künstlers zusammenzustellen. Die 70 Blätter – angefangen von seiner ersten Ausstellung 1962 in der Leo Castelli Galerie in New York bis zu seinem letzten 1997 – geben einen Überblick über die reiche Motivwelt des Künstlers, der mit seinem Markenzeichen, den flächig gesetzten Rasterpunkten, zum Inbegriff der amerikanischen Pop Art wurde. Wir treffen auf seine „Girls“, auf die Kriegsbilder nach Comic- Szenen, auf die „Brushstrokes“ – die großen Pinselstriche –, auf die Stillleben und Interieurs der späteren Jahre oder auf die Atelier-Bilder und die „Imperfect Paintings“.Hinzu kommen viele unabhängige Plakatentwürfe, in denen Lichtenstein sich zu den verschiedensten Themen äußerte, vom New Yorker Filmfest über das Pariser Herbstfestival bis hin zu Amnesty international. Ergänzt durch verwandte Arbeiten Lichtensteins, etwa für Buchumschläge oder Zeitschriftentitel, sowie durch ausführliches Hintergrundmaterial.

Zur Ausstellung schenkt der Sammler Claus von der Osten dem Museum seine fast vollständige Sammlung von Lichtenstein-Plakaten dem Museum.

Es erscheint ein Katalog im Prestel-Verlag (Großformat, 152 Seiten, über 200 farbige Abbildungen, 29,95€).

News: Deutsche Fotokunst auf den Spuren Hollywoods

Montag, 26. Januar 2009

Was passiert, wenn klassische Fotografie, 3D Art und Science Fiction aufeinander treffen? Diese Frage stellte sich Sandro Wagner, Fotokünstler aus Aachen. Voller Enthusiasmus begab sich Wagner an die praktische Umsetzung. „Fernab von den traditionellen Methoden der Studio-Fotografie wollte ich mit unkonventionellen Methoden neue Effekte erzielen“, so Wagner.

Das Ergebnis ist eine Fotoreihe namens TAKING EARTH, basierend auf H.G. Wells Science Fiction Roman „War of the Worlds“, der von der drohende Zerstörung der Menschheit durch die Marsianer erzählt. „Das Thema Alien-Invasion hat über die Jahre nichts von seiner Faszination verloren und bleibt weiterhin spannend“, erklärt Wagner. Um das Ganze so authentisch wie möglich rüberzubringen, wurden die Aufnahmen nicht wie vorerst geplant im Studio gemacht, sondern auf einem ehemaligen Luftwaffenstützpunkt der Royal Air Force bei Erkelenz. Drei Monate dauerte die Entstehungsphase von TAKING EARTH - allein zwei Drittel der Zeit wurde in die Nachbearbeitung der Bilder investiert. „Das Experimentieren mit neuen Ansätzen der 3D Art ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts, da sich auf diese Weise Bilder von äußerst real anmutenden Robotern erstellen lassen.“ Neben den visuellen Effekten sorgen neun Darsteller für die Vermittlung der passenden Endzeitstimmung. Inspiration holte sich Wagner von der Verfilmung des Klassikers aus dem Jahr 1953. Der modernere Spielberg-Film aus dem Jahre 2005 mit Tom Cruise in der Hauptrolle war für die Entstehung dieses Projekts nicht relevant. Wagner: „Neuere Verfilmungen sind viel zu stark von dem Blockbuster-Stil beeinflusst: viel Action und dafür wenig Gedanken bei der Konzeptentwicklung.“

Die insgesamt 25 Bilder des Projekts sind im Internet unter www.takingearth.com zu sehen. Wer einen Blick hinter die Kulissen erhaschen möchte, findet dort zusätzliche Fotos vom Making of – und das ist nicht weniger spannend als das Projekt selbst!