Die Auktion findet am 14.02.2009 statt

Die erste Auktion im neuen Jahr startet Stahl mit einem umfangreichen Gemälde-Programm namhafter Künstler und der Auflösung einer Antiquitäten-Sammlung aus norddeutschem Privatbesitz. Die Gemäldeabteilung offeriert im Bereich der Alten Meister u.a. eine ‚Römisch-kampanische Landschaft’ von Jan Frans van Bloemen (11.000,-), eine mythologische Szene ‚Galatea vor Polyphem’ aus der Werkstatt des deutsch-italienischen Barockmalers Johann Carl Loths (5.000,-) sowie eine ‚Anbetung der Hirten’ aus der Antwerpener Malerfamilie des Frans III Francken (5.500,-). Bei den Neueren Meistern des 19. Jhs. liegt ein Schwerpunkt bei romantischen Landschaften: eine idealisierte Parklandschaft mit ‚Adonis und Hund’ des Braunschweiger Hofmalers Friedrich G. Weitsch (2.500,-), eine ‚Gebirgslandschaft bei Tivoli’ von Heinrich Bürkel (6.000,-), die Ansicht der ‚Burg Hammershus’ von Christian Zacho (2.000,-) oder die ‚Alsterlauf-Landschaft’ des Romantikers Johann Georg Haeselich (4.500,-). Unter den holländischen Malern sticht eine kleine winterliche Flusslandschaft von Louis Apol (1.500,-) und eine sommerliche Impression mit ‚Blütengirlanden flechtenden Mädchen’ von Hendrik Heyligers (5.000,-) hervor. Unter den gesuchten Jagd- und Troikaszenen dürfte die große ‚Winterlandschaft mit Pferdeschlitten’ von Constantin Stoiloff (2.000,-) international beboten werden. Aus der Münchener Schule werden u.a. Werke von Désiré Thomassin (‚Sommerliche Heuernte’ für 4.000,-) und Edward Harrison Compton (‚Alpentalszenerie’ für 1.600,-) aufgerufen. Die Marinemalerei bietet einige großartige Panoramen mit Schiffen, beispielsweise die ‚Ansicht der Maas auf Dordrecht’ von Nicolaas Johannes Roosenboom (9.000,-) oder das stimmungsvolle Werk ‚Raddampfer vor Küste’ von Andreas Achenbach (9.000,-). Eine seltene ‚Ansicht Venedigs’ von Leonhard Sandrock (3.500,-) und ein ‚Hafenpanorama von Ostende’ des Malers Hans Herrmann (3.500,-) runden das Angebot ab. Die Norddeutsche Malerei repräsentieren namhafte Gründungsmitglieder des Hamburgischen Künstlerclubs: Thomas Herbst (u.a. ein Hauptwerk ‚Kinder auf der Wippe’ für 9.000,-), Friedrich Schaper (‚Obstgarten mit Kühen’ für 4.500,- und ‚Friesenhof auf Sylt’ für 6.000,-) und Ernst Eitner mit der Ansicht seines ‚Hummelsbütteler Hauses’ (2.900,-). Die Hamburger Moderne wird u.a. vertreten von Karl Kluth (‚Die Mauern von Cori’ für 4.000,- Euro) und Fritz Kronenberg (‚Stilleben’ für 8.000,- Euro). Die Malerei des 20. Jhs. bietet stimmungsvolle Motive der Jahrhundertwende, u.a. die abendliche ‚Lampionfahrt auf der Havel’ von Karl Behm (12.000,-) ebenso ‚Sommertag am Meer’ von Philipp Frank (15.000,-) und ein Sonnenbad auf ‚Long Island’ des bedeutenden amerikanischen Malers John Sloan (8.500,-). Die Zeitgenössische Kunst ist vertreten u.a. mit einer großformatigen Folge von 7 Kartonstelen mit Vasen-Entwürfen von Mario Botta (3.800,-) oder einem großformatigen Frühwerk ‚Schlachthof I’ des deutschen Gegenwartkünstlers Ralph Fleck (2.500,-). Aus der Abteilung Modernes Design ist ein seltenes Bauhaus-Schachspiel von Josef Hartwig, ausgeführt durch das Bauhaus Dessau im Jahre 1926, auf moderate 2.000,- Euro taxiert. Es folgen Bauhaus-Entwürfe von Marcel Breuer, wie der Longchair ‚Isokon Plus’ (1.800,-) oder 6 Freischwinger mit Tisch aus den 30er Jahren, die auch jüngere Sammler ansprechen dürfen. Bei der Möbel-Offerte begeistert ein klassizistischer Aufsatzsekretär von 1790 (2.000,-) und eine Empire-Aufsatzvitrine mit figürlichen Goldbronzebeschlägen (2.500,-). Das breit gefächerte Porzellan-Angebot glänzt mit Meißener Sammler-Raritäten, u.a. die seltene Deckelterrine mit Kakiemon-Dekor ‚Drei Freunde’ um 1735 (2.900,-), die frühe Figurengruppe ‚Mutterglück’ von J.J. Kaendler, um 1740 (2.200,-), die seltene Elementen-Vase ‚Wasser’ nach einem Kaendler-Entwurf (3.500,-) oder die große Prunk-Pendule mit Schäferpaar (5.000,-). Ebenfalls Interesse hervorrufen dürfte die große Wiener Amphorenvase mit Napoleonszenen (1.500,-). Die Silber-Offerte bietet Antikes aus dem 19. Jh., u.a. eine Moskauer Henkelschale von Jakob Wilbert aus dem Jahr 1838 (3.200,-) und ein Hamburger Biedermeier-Tee- und Kaffeeservice mit Papageien-Bekrönung (1.800,-). Desweiteren diverse prunkvolle Tafeldekorationen, u.a. die große ‚Silber-Galeone mit aufgesetzten Segeln’ (5.000,-) und eine Historismus-Jardinière mit plastischen Putto-Figuren der Firma Bruckmann & Söhne (1.000,-). Das Jugendstil-Programm offeriert eine Sammlung Meißener Tierfiguren u.a. von Otto Pilz (‚Grunzochsen’ für 800,-) oder Erich Oehme (‚Bison’ für 1.400,-). Darüberhinaus interessante Künstlerentwürfe, u.a. eine große Rosenthal-Deckelvase ‚Rosari’ von Julius V. Gulbrandsen (1.200,-) oder eine seltene frühe Volkstedt-Ausformung des ‚Tempelwächters’ von Arthur Storch (1.800). Aus dem Bereich Diverses sei die große Bronze-Figur ‚Faneur’ von Charles-Octave Lévy (1.000,-) erwähnt, unter den Uhren eine vergoldete französische Prunkpendule von Courtecuisse von 1860 (1.900,-). Den Abschluß der Auktion bildet das Asiatika-Sortiment, u.a. mit frühen chinesischen Porzellanen in Blaumalerei aus der Kangxi-Periode (u.a. Satz von 6 Coppchen mit Kampfszenen für 500,-) und einer großen japanischen Bronze-Figur ‚Krieger mit Pfeil und Bogen’ aus der Meiji-Periode (2.900,-).
Stahl
Das Auktionshaus Stahl gehört zu den etablierten und traditionsreichen Auktionshäusern in Hamburg seit 30 Jahren. Im Ambiente der Tudor-Villa an der Alster kann das umfangreiche Angebot der fünf jährlichen Kunstauktionen auf drei Etagen ideal präsentiert werden. Freunde und Sammler interessanter Kunstobjekte finden in diesen Ausstellungen hochwertige Gemälde, museale Sammlerporzellane, ausgesuchte Möbel, klassisches Kunstgewerbe (antikes Silber, Glas, Bronzen und Skulpturen, Uhren, Fayencen), Schmuck sowie Objekte des Jugendstils und des Modernen Design. Zu diesen Auktionen erscheinen sowohl farbig illustrierte, wissenschaftlich bearbeitete Auktionskataloge als auch Online-Kataloge, die auch in englischer Version den Kunden zur Verfügung stehen. Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist die Erstellung von Schätzungen und Gutachten.
Adresse:
Stahl
Graumannsweg 54
22087 Hamburg
Kontakt:
040 - 34 34 71
040 - 3 48 04 32
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