Archiv für die Kategorie „Kunstszene Leipzig“

Ausstellung / Leipzig: Ronald Gerber - Spiegelpyramide / Diplomausstellung

Donnerstag, 22. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 29.01.09 - 01.02.2009 in der Galerie ARTAe in Leipzig.

Spiegelpyramide - Videoinstallation

Ronald Gerber öffnet sich. In drei ca. 15-minütigen Videos stellt er uns drei Personen vor, die sich den engen Platz in ihm teilen müssen, obwohl sie kaum unterschiedlicher sein könnten.
Henning, Yves und Jens stehen für Biografien, Weltbilder und Lebensstrategien, die zwar schrullig und verschroben sind, für sich genommen aber plausibel und authentisch wirken. Aufeinander losgelassen geraten diese inneren Anteile aber in harte Konkurrenz um Sinn und Unsinn und richtig oder falsch.

Ronald Gerber verschließt sich. Dreimal inszeniert er sich als Prototyp einer Künstlerpersönlichkeit wohlwissend, dass er nicht überzeugen kann, solange er sich nicht für eine davon entscheidet sondern alle drei parallel anbietet. Er macht keinen Hehl daraus, dass kaum ein Mythos ohne Inszenierung auskommt und dass dieses Wissen uns den Spaß am Mythos verdirbt, weil es uns ahnen lässt, dass die Realität oft profaner ist als uns lieb wäre.

Ronald Gerber sucht sich selbst. Wie beim Schiffe versenken lotet er aus, was er alles nicht ist. Als trauere er um verschenktes Potential, rekonstruiert er, was aus ihm hätte werden können, wenn er an diesem oder jenem Punkt in seinem Leben anders abgebogen wäre. Und wie bei einer Rasterfahndung nach sich selbst, versucht er das einzukreisen was er wirklich ist. Natürlich stolpert er über das Wort Wirklichkeit und inszeniert seinen darauffolgenden Sturz ironisch, poetisch und ohne Angst davor, in seiner Eitelkeit eine schlechte Figur zu machen.

Und erneut befragt Ronald Gerber den Kunstmarkt. Alle drei vorgeführten Künstler leiten aus ihrer Weltsicht nämlich ein Kunstwerk her, das sich nahtlos in ihr Denken und bisheriges Schaffen einfügt. Er verblüfft, weil er drei Künstler das exakt gleiche Werk erfinden lässt: Eine verspiegelte Pyramide mit dreiseitiger Grundfläche, die der Arbeit ihren Namen gab: Spiegelpyramide.

Gerber führt vor, dass jedes Kunstwerk erst durch den Kontext in dem es präsentiert wird seine Bedeutung erlangt, ebenso wie jeder Mensch erst durch das was ihm in seinem Umfeld widerfährt seine vermeintlich immanente Persönlichkeit entwickelt. ist. Natürlich stolpert er über das Wort Wirklichkeit und inszeniert seinen darauffolgenden Sturz ironisch, poetisch und ohne Angst davor, in seiner Eitelkeit eine schlechte Figur zu machen.

Neben Gerbers schauspielerischer Leistung, beeindruckt diese Arbeit durch ihre Balance von Ernsthaftigkeit und Witz. Die Realitätskonstruktionen der drei Protagonisten sind wohlüberlegt, pointiert formuliert, reflektieren die Kunst und wie man darüber denken könnte.

Die Wahrheit – wenn es sie überhaupt gibt - liegt wie immer irgendwo dazwischen. Ronald Gerber regt wie immer an, unterhält, irritiert, ist ernst, provokant und dabei stets poetisch.

Donerstag 29.01.2009, 9 Uhr, Galerie der HGB Leipzig

Freitag 30.01. bis einschl. So 1.02.2009, Galerie ARTAe Leipzig
täglich geöffnet von 11 - 19 Uhr

Adresse:
Galerie ARTAe
Gohliser Straße 3, im 1.OG
04105 Leipzig
Kontakt:
Fon: 0341 355 20 466

Ausschreibung Kunstprojekt / Leipzig: „TOLERANZ-Grenze“

Mittwoch, 14. Januar 2009

Institution: Stadt Pößneck und Verein Pößneck attraktiver e.V.

ANMELDEBOGEN abrufbar auf www.poessneck.de
und unter News bzw. Projects bei www.artae.de

Projektkoordination: Sabine Aichele-Elsner, Gohliser Straße 3, 04105 Leipzig Telefon 0341-355 20 466

EINSENDESCHLUSS: 10. Februar 2009
geplante UMSETZUNG des Projektes: April
Mai 2009

Auf der Grundstücksgrenze des Schützenhauses sollen auf stadteigenem Grund acht Schilder aufgestellt werden, die klar zeigen, dass hier eine Toleranzgrenze in mehrfacher Hinsicht verläuft: Jedes der acht Schilder setzt ein Zeichen dafür, dass die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, die Stadt, die Bürgerinnen und Bürger von Pößneck rechtsextreme Aktivitäten nicht tolerieren und dass jenseits der Grenze eine Toleranz für „Fremde“ im Sinn von Herkunft, Glaube, Orientierung in Frage steht. Die Zeichen machen die Grenze sichtbar – die tatsächliche Grundstücksgrenze, an der formal der öffentliche Raum und die Verfügungsmöglichkeit der Stadt endet ebenso wie die Grenze der dominierenden Geisteshaltung – diesseits Toleranz, Demokratie, Integrationsabsicht, jenseits unter Umständen Ausgrenzung, Staatslenkungswahn und spaltender Populismus. Da dies zentrale Grundfesten unserer Gesellschaft berührt und ein Thema für jede und jeden ist, fordern wir alle Künstlerinnen und Künstler zur Teilnahme an diesem Projekt auf.

Unsere TOLERANZ-Grenze ist da, wo Fremden- und Demokratiefeindlichkeit beginnt.

Inhalt und Ziel des Kunstprojektes

„TOLERANZ-Grenze“ ist, aktiv zu zeigen, dass Fremden- und Demokratiefeindlichkeit nicht toleriert werden und dass die Stadt und Bürgerinnen und Bürger von Pößneck, der Verein Pößneck attraktiver e.V. und die beteiligten Künstlerinnen und Künstler für Demokratie, Vielfalt und Toleranz einstehen. Das ist die Kernaussage des Projektes.

Die Schilder in entweder quadratischem (60 x 60 cm), rundem (Durchmesser von 60 cm) oder dreieckigem Format (Schenkellänge 90 cm) werden auf der öffentlich einsehbaren, farbig markierten Grundstücksgrenze in etwa gleichem Abstand auf gleicher, sichtbarer Höhe angebracht. Von allen Vorschlägen und Ideen werden acht Entwürfe ausgewählt und umgesetzt. Unter diesen werden drei Preise (1.- 3. Preis) ausgelobt (1. Preis: 500,00 Euro, 2. Preis: 300,00 Euro, 3. Preis: 200,00 Euro). Jede Künstlerin und jeder Künstler kann drei Entwürfe einreichen. Die Gestaltung des Schildes muss eine Verwechslung mit Verkehrsschildern ausschließen und wetterfest sein und sollte für den Fall von Vandalismus reproduzierbar sein. Einzureichen sind neben dem Anmeldebogen eine aussagekräftige Vita, Beschreibung der Idee mit Skizzen und Veranschaulichungen auf CD oder als Kopien. Die Unterlagen (s. Anmeldebogen) müssen bis zum 10. Februar 2009 vorliegen. Bitte reichen Sie keine Originale ein.

ANMELDUNG

Zur vollständigen Bewerbung werden benötig:

- ausgefüllter und unterzeichneter Anmeldebogen
- digitale (als .doc oder .txt-Datei) Vita (Ausbildung, Ausstellungen, Projekte usw.)
- Beschreibung und Skizze des Entwurfs
der Entwürfe – max. drei (wetterfest umsetzbare) als Datei oder in Kopie (bis DIN A 3)
- jede CD, jeder Entwurf müssen eindeutig beschriftet sein (Künstler, Adresse)

ABLAUF

Die eingereichten Vorschläge werden in einer Präsentation in Pößneck den Bürgerinnen und Bürgern zur Einsicht vorgestellt. Die eingereichten Unterlagen der ausjurierten Arbeiten werden nach Entscheidung der Jury umgehend zurückgesendet. Die für die Umsetzung des Projekts ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über die Entscheidung der Jury bis zum 15.03.2009 schriftlich informiert. Die acht ausgewählten urheberrechtlich geschützten Arbeitsergebnisse dürfen zeitlich und inhaltlich uneingeschränkt vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und
oder der Stadt Pößneck für nicht-kommerzielle Zwecke genutzt werden.

Für die Umsetzung der ausgewählten Entwürfe ist Zeit bis zum April 2009. Die Einlieferung erfolgt persönlich, per Post oder nach Absprache. Bei Postanlieferung werden die Kosten für Päckchenversand übernommen. Die Materialkosten der Umsetzung der Entwürfe trägt der Auslober.Die Preisverleihung findet am Tag der öffentlichen Einweihung der TOLERANZ-Grenze in Pößneck statt. Der Termin im Frühjahr 2009 wird rechtzeitig bekannt gegeben.

JURY:

Michael Modde (Bürgermeister der Stadt Pößneck, Mitglied im Begleitausschuss des Lokalen Aktionsplans),
Alf-Heinz Borchardt (Vorsitzender Pößneck attraktiver e.V.),
Helmut Schmidt (Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Saale-Orla),
Dr. Julia Dünkel (Kulturamtsleiterin Pößneck),
Sabine Aichele-Elsner (Kunsthistorikerin)

ANLASS und HINTERGRUND

Das Schützenhaus in Pößneck gehört nach gerichtlichem Ringen nun doch wieder dem NPD-Vorstand Jürgen Rieger bzw. dessen in London gemeldeter „Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation Ltd.“. Nachdem die Stadt Pößneck erneut befürchten muss, dass dieses Haus zum Sammelplatz ideologisch rechtsorientierter Kräfte wird, sollen jetzt Zeichen gesetzt werden, dass genau an diesem Haus eine Grenze der Toleranz verläuft. Die Stadt Pößneck und der Verein Pößneck attraktiver e.V. rufen zu folgendem Kunstprojekt auf.

Dieses Projekt wird durch den Lokalen Aktionsplan für Vielfalt in Pößneck im Rahmen des Bundesprogramms „ VIELFALT TUT GUT - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie” des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Galerie ARTAe
04105 Leipzig
Gohliser Straße 3, im 1.OG
Fon: 0341 355 20 466

Kunstpreis der Sachsen Bank 2008 Henriette Grahnert - ES IST EINFACH NICHT EINFACH

Freitag, 19. Dezember 2008

Eine Ausstellung vom 7. 12. 2008 - 22. 2. 2009 im Museum der bildenden Künste Leipzig

Henriette Grahnert: Schön Getrunken 2007, Privatsammlung Erkrath

Ausgehend von einem abstrakten Formenvokabular entwickelt Grahnert flächige Kompositionen, die vielfältige gegenständliche Assoziationen auslösen. Diese werden oft durch pointierte Titel wie „PathetischerAbgang“, „Backstage Styling“ oder „Make Up Crying Girl“verstärkt. Die eigenwilligen Titel eröffnen einen ersten Bildeinstieg, der jedoch nur ein Angebot ist und nicht mehr als eine Lesart unter vielen sein kann. Grahnert konfrontiert den Betrachter in ihren Bildern mit immer neuen Fragen zur und über Malerei – Variationen der alten Frage „Wie lassen sich auf einer planen Fläche mit Farbe Erlebnisse, Geschichten und Emotionen ausdrücken“.

Henriette Grahnert: Backstage Styling 2008, Privatsammlung Essen

Grahnerts Malweise ist sehr ambivalent: Die Künstlerin arbeitet mit expressiven, malerischen Gesten, überlagert verschiedene Farbschichten, trägt die Farbe dick mit dem Pinsel oder Spachtel auf, so dass sinnlich erfassbare Strukturen und wahre Farbexplosionen  entstehen, sie lässt Farbe klecksen und zeigt Farbverläufe, Rückstände von früheren Farbverläufen werden stehen gelassen. Die optische Textur der Farben ist faszinierend reich und sehr haptisch – gleichzeitig aber können die Bilder auch karg und zurückhaltend sein.

Die Künstlerin bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Ihre Kompositionen sind oft sehr fragmentiert. Manchmal kombiniert sie ihre Bilder mit erstaunlichen Objekten und bindet beispielsweise einen großen Gummiball vor das Gemälde, um die malerisch vorgetäuschte Dreidimensionalität real zu brechen oder drapiert eine riesige Perlenholzkette von der Leinwand bis zum Boden.

Henriette Grahnert: Made Out Of Bad Glue, 2008, Olbricht Collection

Gattungsgrenzen werden spielerisch aufgehoben und in Frage gestellt. Auch Worte und Satzfragmente baut die Malerin wie visuelle Satzbausteine in ihre Bilder ein. Grahnert versucht in ihren Arbeiten formale und emotionale Inhalte sowie Fragen zuverbinden; Ängsten, Unsicherheiten und Enttäuschungen gibt sie immer wieder neue Farben und Formen und kreist dabei um das alltägliche Scheitern und die kleinen persönlichen Katastrophen aber auch Freuden. Grahnerts Bilder laden zu einer subjektiven,assoziationsreichen Bildlektüre ein, die den Betrachter (heraus)fordert, sich auf die Bilder, ihre Geschichten und Fragen einzulassen.


Kunstpreis der Sachsen Bank
Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte „Kunstpreis der Sachsen Bank“ wird im zweijährlichen Turnus in Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig verliehen. Mit der Auszeichnung werden bereits seit 2002 junge Talente in Sachsen prämiert; erstmals gestiftet wurde der Preis aus Anlass des
zehnjährigen Bestehens der Sachsen LB. Zur Auswahl stehen künstlerische Werke, die im Verlauf der letzten beiden Jahre an Ausstellungsorten in Leipzig präsent waren. Mit dem Preisgeld werden Ausstellung, Katalog und der Ankauf eines Werkes für die Museumssammmlung finanziert.
Weitere Informationen unter
www.sachsenbank.de

Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstr. 10
04109 Leipzig
Telefon: 0341 - 216 99 0
Telefax: 0341 - 216 99 999
Email: mdbk@leipzig.de
Internet www.mdbk.de

Galerie KUB - „Dinge, die sich gefällig krümmen“

Dienstag, 2. Dezember 2008

Christian Aberle
Kerstin Fischer
Jürgen Tetzlaff
(Köln)

Jürgen Tetzlaff schafft in der Zeichnung “Eins“ die Illusion eines “aufgeschlitzten Raums“: Er rammt einen neongelben, kegelförmigen Spalt ins Bildzentrum.
Kerstin Fischer verklebt in ihrer Wandarbeit “o. T.“ ein Stück Papier mit der Mauer, um es später - nach dem Prinzip der Decollage - größtenteils wieder abzuschaben – zurück bleibt auch hier: der „aufgeschlitzte Raum“.
Christian Aberles Arbeit “I.O.U. II“ aus Algen auf Glas entstand unter Verwendung einer aufgeklebten Schablone, deren Entfernung die monochrom gewachsene Fläche aufschlitzt und Spuren der vorangegangenen Entwicklungsphase durch Entfernung allmählich offen legt.

Die drei Agitatoren suchen in ihrer Kunst, jeweils mit den ihnen bestimmten Mitteln, nach Statik und Stabilisierung, also: Harmonie, aber auch nach dem Sonderbaren und Indifferenten.
Die Verbindung dieses Künstlertrios besteht in der grenzgängerischen, Medien erweiternden, Herangehensweise; Medienübergreifend entweder auf der Ebene der Illusion – wie in Jürgen Tetzlaffs Zeichnungen – oder radikal das Medium und seine Grenzen hinterfragend und damit auflösend, wie in Kerstin Fischers Objekten, die zwischen den Dimensionen der zweiten und dritten Ordnung ständig changieren. Christian Aberle inszeniert mit Hilfe der offensichtlich greifbaren Form der Zeichnung Objekte, die in ihrem Resultat nicht ohne weiteres zu greifen sind und nach dem Erfassen durch den Logos nur mit Hilfe der Emotion zu einer Aussage führen können.

jeong-soo choi

Bei aller Emotion: Das Motiv des Aufschlitzens und Faltens trägt eine aggressive Komponente. Deshalb ein Sinnbild zum Abschluss:
Ein Reiter – offensichtlich in einer Kampfrüstung – ersticht einen Drachen. Eine Szene der Grausamkeit und Erregung, die Figur und sein Pferd sind am Rand der Destabilisierung. Dennoch wird die Szene zum Abbild der Tugend und des Triumphes – optisch verstärkt durch die Gestalten, die diese Kampfszene im Raum umgeben und ihre - durch den Künstler herausgearbeiteten - schwärmerischen Faltengewänder

Ausstellungszeitraum: 12. Dezember 2008 bis 22. Februar 2009

Galerie KUB
Kantstraße 18 (südvorstadt)
04275 Leipzig
galerie kultur café

www.galeriekub.de

Öffnungszeiten:
Do.: 16 bis 19 Uhr
und nach Vereinbarung

Bilder der Leipziger Schule - die Sammlung im Galerie Hotel Leipziger Hof

Dienstag, 2. Dezember 2008

Arno Rink, Unterm Tuch, Öl auf Hartfaser, 1994, 120 x 140 cm

Die Sammlung des Leipziger Hofs nimmt unter den Privatsammlungen deutscher Kunst des 20. Jahrhunderts einen besonderen Platz ein, da sich zahlreiche Hauptwerke der Malerei der „Leipziger Schule“ darin befi nden. In fast kompletter Geschlossenheit präsentiert die Sammlung insbesondere die Malerei der kurzen, eruptiven Phase junger deutscher Geschichte, der Wendezeit – kunsthistorisch und auch als zeitgeschichtliches Dokument.
Der Eigentümer des Hotels und emeritierte Münchner Physikprofessor Dr. Klaus Eberhard trug die mehr als 250 Arbeiten in den Jahren von 1990 bis heute in enger Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt und mit Leipziger Kunsthistorikern zusammen. Trotz der Hängung in einem Hotel hat sich der intime, private Charakter der Sammlung erhalten. Wohl auch, weil Eberhard nie „en bloc“ erwarb und einzig ästhetische Aspekte und die Qualität der Exponate – oft rückversichert durch das Urteil befreundeter Kunsthistoriker – Hauptmerkmale der Sammlung waren und sind.

Es werden Arbeiten von mehr als 60 Leipziger Künstlern gezeigt – das Spektrum reicht von den „Vätern“ der Leipziger Schule wie Heisig, Mattheuer, Mayer-Foreyt und Tübke über Gille, Rink, Ebersbach und Müller-Simon bis hin zu den jungen, weltweit gefeierten Künstlern der „Neuen Leipziger Schule“ wie Weischer, Triegel, Loy und anderen. Die Sammlung wird ständig ergänzt.
„Kunst und Küche“ heißt es an jedem Freitag um 17 Uhr: Eine Führung (Dauer ca. 45 Minuten, Eintritt frei) durch die Sammlung mit anschließendem „Leipziger Zweierlei“ im Restaurant.

Ausstellungszeitraum: ganzjährig

Sammlung Leipziger Hof
Hedwigstraße1-3
04315 Leipzig

Tel.: 0341 - 697 40
Fax: 0341 - 697 41 50

www.leipziger-hof.de

Öffnungszeiten:
Mo. bis So.: 10 bis 20 Uhr
Führungen jeden Freitag 17 Uhr