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moki “Mume” - 13. Dezember 2008 - 16. Januar 2009

Dienstag, 16. Dezember 2008

Eine Ausstellung in der Galerie heliumcowboy artspacein in Hamburg

Nach der Ausstellung „fox in the snow“ im Jahr 2005 stellt die Galerie heliumcowboy artspace mit „Mume“ mokis neuesten Arbeiten aus. Die junge Hamburger Künstlerin (Jahrgang 1982), die letztes Jahr erst ihr Diplom an der HfBK abgeschlossen hat, wurde bereits vielfach ausgezeichnet (ICOM, Ditzestiftung, Atelierstipendium) und ist in bedeutenden Sammlungen vertreten (Rik Reinking). moki hat eine weltweite Fangemeinde und schon in mehreren Gruppenausstellungen mitgewirkt, umso mehr freut sich heliumcowboy artspace ihre dritte Einzelausstellung präsentieren zu können. „Mume“, der Titel der Ausstellung, regt zum Phantasieren und Rätseln an; ein Ausdruck, der einem sofort vertraut ist, ohne dass man sich sicher sein kann ihn tatsächlich jemals gehört zu haben. Ist es ein Tier? Ein Fabelwesen? Oder doch eine Pflanze? Vielmehr als die wirkliche Bedeutung des Wortes interessiert moki das assoziative Gedankenspiel, das ein Begriff, ein Bild, oder eine Figur anstoßen können. Ihre Bildsprache sticht durch ihren berauschenden fotorealistischen Stil hervor und dennoch haftet ihr gleichermaßen etwas Magisches, Traumhaftes an. Manchmal tauchen in ihren wunderschönen Landschaften Fabelwesen, halb Monster, halb Tier, auf, die inmitten eines Umwandlungsprozesses, einer bizarren Metamorphose stehen geblieben zu sein scheinen, um sich dann wiederum in der Leere der einsamen Landschaft zu verlieren. Dann sind sie als Teil des knorrigen Unterholzes oder des Wassers nur noch als Umriss wahrnehmbar, so als wären sie von der unerschöpflichen Natur verschluckt worden. mokis Bilder erscheinen trotz - oder gerade aufgrund - ihrer Motive einerseits vertraut und gleichermaßen verwunschen und fremd, so als wollten sie den Begegnungspunkt zwischen Realem und Phantastischem darstellen, an jenem Ort wo unser Blick von einer vermeintlichen Objektivität hin zu einer für uns sonst unzugänglichen Welt der subjektiven Wahrnehmung eines anderen Menschen pendelt. Doch die Künstlerin lässt uns an dieser Welt teilhaben. Sie ist von Betrachter zu Betrachter individuell erfühl- und deutbar, und zwar genau dort, wo sich das Unterholz und das Gestein in eine warme und weiche Decke zu verwandeln scheinen, oder eben doch Natur bleiben. Wo die Landschaft gleichzeitig behaglich, oder je nach Gefühl auch überwältigend sein kann. Die einzig indizierbare Schnittstelle zwischen diesen unterschiedlichen Perspektiven bleiben mokis atemberaubende Bilder. Die Vielfalt in ihrer Kunst spiegelt sich nicht nur in dem Spiel mit den unterschiedlichen Perspektiven wider, sondern vor allem auch in der Fülle der von ihr gebrauchten Medien, Maltechniken und Materialien. Neben der Malerei setzt moki ihre Ideen in Comics, Videoanimationen oder Skulpturen und Installationen um. Und doch ist ihre Bildsprache unverwechselbar, so dass sich jedes ihrer Objekte und Bilder immer zu einem ganzheitlichen Werk zusammenfügen, eingeklammert durch ihren persönlichen, phantasievollen Blick. moki meistert den Spagat zwischen den verschiedenen Ausdrucksformen und Medien mit traumwandlerischer Sicherheit. Ihre Inspiration zieht sie dabei aus unterschiedlichsten Bildquellen, seien es gefundene Fotografien, oder eigene Zeichnungen. Wohin sie diese schließlich hinführt, überlässt die Künstlerin ihrer Intuition: wie von selbst entfaltet sich der Arbeitsprozess, so als würde das Motiv, oder die Geschichte sie aufsuchen und finden.

Adresse:
heliumcowboy artspace GmbH
Sternstrasse 4
20357 Hamburg
Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 11-19 Uhr