Artikel-Schlagworte: „Pop Art“

Künstler des Monats Februar - Ingo Schulz

Freitag, 6. Februar 2009

Inspiriert durch die Pop-Art-Metropolen New York und London setzt sich der Künstler Ingo Schulz (geb. 1962) schon seit einigen Jahren intensiv mit den typischen Mal-, Sprüh- und Drucktechniken dieser Kunstrichtung auseinander. Nicht zufälligerweise charakterisieren sich seine überwiegend großformatigen Arbeiten durch eine hohe technische Präzision sowie ein ganz eigenes ästhetisches Zusammenspiel von Farben. Kräftigen Farben!

Die Werke von Ingo Schulz sind eine Hommage an die Pop-Kultur. Einerseits führen sie die Tradition der großen Pop Ikonen fort, andererseits entwickeln sie dabei eine neue Interpretation des Genres.

In der aktuellen Serie „Menschen – People“ wird der aus der Pop Art wohl bekannte technisch-mechanische Prozess des Siebdrucks nachgeahmt und in einen rein manuellen Vorgang überführt. Als Inspiration seiner Werke dienen reelle Motive und nicht Vorlagen aus Comics wie so oft in der Pop Art anzutreffen.

Ingo Schulz kombiniert echtes Handwerk mit modernen Techniken und transportiert damit den Grundgedanken der Pop-Art in den aktuellen Zeitgeist. Seine Werke sprühen vor Leidenschaft, unterschwelligem Humor und dem kompromisslosen Willen zur Perfektion.

Ausstellung / Hamburg: Roy Lichtenstein – Plakate

Mittwoch, 28. Januar 2009

Die Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg läuft noch bis zum 01.03.2009.

Zum ersten Mal zusammengestellt: Ca. 70 Exponate aus der Zeit von 1962 – 1997

Comicbilder, Sprechblasen, Zeitungsanzeigen, Punktraster und klare satte Farbtöne zeichnen den unverwechselbaren Stil von Roy Lichtenstein (1923 – 1997) aus. Er entwarf rund vierzig Plakate, hinzu kommen weitere dreißig, für die er die Motive auswählte. Dem Museum für Kunst und Gewerbe ist es gelungen, erstmalig alle Plakate des amerikanischen Pop Art Künstlers zusammenzustellen. Die 70 Blätter – angefangen von seiner ersten Ausstellung 1962 in der Leo Castelli Galerie in New York bis zu seinem letzten 1997 – geben einen Überblick über die reiche Motivwelt des Künstlers, der mit seinem Markenzeichen, den flächig gesetzten Rasterpunkten, zum Inbegriff der amerikanischen Pop Art wurde. Wir treffen auf seine „Girls“, auf die Kriegsbilder nach Comic- Szenen, auf die „Brushstrokes“ – die großen Pinselstriche –, auf die Stillleben und Interieurs der späteren Jahre oder auf die Atelier-Bilder und die „Imperfect Paintings“.Hinzu kommen viele unabhängige Plakatentwürfe, in denen Lichtenstein sich zu den verschiedensten Themen äußerte, vom New Yorker Filmfest über das Pariser Herbstfestival bis hin zu Amnesty international. Ergänzt durch verwandte Arbeiten Lichtensteins, etwa für Buchumschläge oder Zeitschriftentitel, sowie durch ausführliches Hintergrundmaterial.

Zur Ausstellung schenkt der Sammler Claus von der Osten dem Museum seine fast vollständige Sammlung von Lichtenstein-Plakaten dem Museum.

Es erscheint ein Katalog im Prestel-Verlag (Großformat, 152 Seiten, über 200 farbige Abbildungen, 29,95€).

Ausstellung / Oldenburg: Andy Warhol – von Marilyn bis Mao

Mittwoch, 28. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 07.02.2009 - 03.05.2009 im Horts-Jansen-Museum Oldenburg.

Andy Warhol, Marilyn Monroe,  1967,
Siebdruck, Privatbesitz

Das Horst-Janssen-Museum zeigt vom 7. Februar bis 3. Mai 2009 fünfundvierzig großformatige Siebdrucke von Andy Warhol (1928 – 1987). Die plakativen, starkfarbigen Motive des Amerikaners gehören wohl zu den bekanntesten Werken der Pop Art.
Der gelernte Werbegrafiker Andy Warhol hat die Kunst der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, nicht nur in den USA, maßgeblich beeinflusst. Warhol war ein hoch talentierter Zeichner, der als Illustrator bereits in den 50er Jahren mit Preisen überhäuft wurde, mit einem untrüglichen Gespür für den Zeitgeist. Dabei hatte er weder einen ausgeprägten, individuellen Ansatz noch eine Anspruchshaltung, was die Motive und den Kunstcharakter seiner Arbeiten betraf. Neben Filmstars und Politikern, hat er Kühe, Blumen und Pressefotos von Autounfällen und Gewaltszenen zum Gegenstand seiner Werke gemacht. Die meist fotografischen Vorlagen fand er in Magazinen oder anderen Druckerzeugnissen, spürte sie als „film stills“ auf oder fotografierte zunehmend auch selbst.
Der anonymisierte Siebdruck auf Leinwand oder Papier mit teilweise schrillen Farben wurde zu Warhols Erkennungsmerkmal. Zum Druckverfahren erklärt er selbst: „Beim Siebdruck nimmt man eine Fotografie, vergrößert sie, überträgt sie in Leim auf Seide, und rollt dann Farbe darüber, so dass die Farbe durch Seide geht, aber nicht durch den Leim. Auf diese Weise kriegt man immer das gleiche Bild, immer ein klein wenig anders. Es war alles so einfach – schnell und mit Zufallseffekt. Es haute mich einfach um“.

Warhol hat nicht nur den Kunstbegriff, sondern auch das Bild des Künstlers demokratisiert: Der überkommene Begriff des Künstlers, als genialem Schöpfer, wird von der Person und der Arbeitsweise Warhols ausgehebelt. Allein die „factory“, sein Atelier, das Werkstatt und Szenetreffpunkt in einem war, macht deutlich, wie anders das Kunstschaffen bei Warhol funktionierte. Andy Warhols „coloring parties“ in der „factory“ waren legendär. Gemäß der von ihm herausgegebenen Parole „best art is business art“, hat er bereits 1957 die „Andy Warhol Enterprises, Inc.“ gegründet, die im Lauf der Jahre sowohl seine „prints“ verlegte wie auch ab 1969 das von ihm herausgegebene Monatsmagazin „Interview“. Mit Sicherheit hat Andy Warhol eine populäre Kunst in mehrfacher Hinsicht geschaffen. Vor allem seine Porträts sind im besten Sinne des Wortes plakativ zu nennen und haben unzählige Nachahmer gefunden. Um mit Warhol zu sprechen, darf das Kunstwerk schlicht schön, einfach zu rezipieren und dekorativ sein.

Das Horst-Janssen-Museum widmet sich immer wieder unterschiedlichen Drucktechniken, wie zuletzt den Holzschnitten und Lithografien des Expressionismus oder den Radierungen von Rembrandt. Mit der Ausstellung der großen Siebdrucke von Andy Warhol wird ein wichtiges Kapitel der amerikanischen Bilderfindung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgeschlagen. Die Arbeiten stammen alle aus einer deutschen Privatsammlung.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 14,00 EUR. Die Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg.

Exklusive Presse-Preview: Do, 5.2. um 11 Uhr
Eröffnung: Fr, 6.2. um 20 Uhr

Adresse:
Horst-Janssen-Museum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4 - 8
26121 Oldenburg
Kontakt:

Telefon: 0441 - 235 28 91
Telefax: 0441 - 235 33 50

Kult des Künstlers: Celebrities. Andy Warhol und die Stars. Sammlung Marx und Leihgaben

Montag, 29. Dezember 2008

Eine Ausstellung vom 3. Oktober 2008 - 11. Januar 2009 im Museum “Hamburger Bahnhof” in Berlin

Andy Warhol, Mao, 1973, Siebdruck auf Acrylfarbe auf Leinwand, 448,3 x 346,1 cm Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Marx.

Warhol hat Stars durch seine Kunst unsterblich gemacht. Für seine berühmten Portraits von Marilyn Monroe, Elvis Presley oder Mao hat der Künstler oft auf bestehendes Bildmaterial aus der Presse und der Werbung zurückgegriffen und diese vorgefundenen Bilder zu Werken von enormer ikonischer Präsenz verdichtet. Diese Werke haben nun ihrerseits wiederum Eingang in jene Medienwelt gefunden aus der ihre Vorlagen stammten und werden bis heute immer und immer wieder in den unterschiedlichsten Kontexten reproduziert.

Die Ausstellung zeigt, ausgehend von Hauptwerken aus der Sammlung Marx exemplarisch, inwiefern sich die ins Zeitlose reichende Wirkung seiner Kunst einer eigenwilligen Mischung aus Konstruktion und Dekonstruktion verdankt: Warhol überhöht das Bild der Stars, zeigt Einzelmotive ebenso wie Wiederholungen des Immergleichen. Er schafft damit Bilder von Kultstatus, die die Aura des Einzigartigen und des Seriellen gleichermaßen ausstrahlen. Denn neben der Überhöhung der Pop-Ikonen vervielfältigt Warhol deren Wirkung ganz nach dem Prinzip eines gut gehenden Markenartikels und macht auch vor der eigenen Person nicht Halt: Die Marke Andy Warhol ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Bildmaschinerie. Mit den populären Bildern der Stars wird auch der Künstler selbst zum bewunderten Star, zum Image einer selbst geschaffenen, gleichzeitig massenwirksamen, glamourösen Bildkultur.

HAMBURGER BAHNHOF - MUSEUM FÜR GEGENWART - BERLIN
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