Artikel-Schlagworte: „Selbstbildnisse“

Ausstellung / Wien: Das Zeitalter Rembrandts

Sonntag, 15. Februar 2009

EIne Ausstellung vom 04.03.2009 – 21.06.2009 in der Albertina (Basteihalle) in Wien.

Rembrandt Harmensz. van Rijn, Selbstbildnis mit Barett, um 1660, Albertina, Wien

Die Ausstellung „Das Zeitalter Rembrandts“ in der Albertina zeigt 150 überragende Werke von rund 60 Künstlern aus dem Albertina-Bestand des niederländischen 17. Jahrhunderts, darunter Hendrick Goltzius, Rembrandt van Rijn, Aert van der Neer, Aelbert Cuyp, Adriaen van Ostade und viele andere. Dabei präsentiert sich Rembrandt in seiner technischen und thematischen Vielseitigkeit sowie in seiner absoluten Sonderstellung als herausragender Kristallisationspunkt. Diese einmalige Auswahl wird von rund 30 kongenialen Ölbildern aus verschiedenen internationalen Sammlungen ergänzt. Thematisch erstreckt sich das Spektrum der Ausstellung von der Landschaft, der Topographie, der Marineszene und der italianisierenden Ansicht bis zum Porträt, zur Genreszene und zum Stillleben.

Pressekonferenz 2. März 2009, 10 Uhr
Eröffnung 2. März 2008, 18.30 Uhr

Adresse:
Albertina
Albertinaplatz 1
1010 Wien
Kontakt:
T +43 (0)1 534 83-0
F +43 (0)1 534 83-430
E info@albertina.at

Ausstellung / Baden-Baden: Frida Kahlo “Ein Band um eine Bombe”

Donnerstag, 12. Februar 2009

Eröffnung am 28. Februar 2009

Die umfangreichste Frida Kahlo Sammlung aller Zeiten

Die Künstlerin Frida Kahlo. Frida Kahlo hatte eine besondere Beziehung zu Deutschland. Ihr Vater Wilhelm wurde 1871 in Pforzheim geboren und ist in Baden-Baden aufgewachsen. Frida Kahlo erlitt mit 18 Jahren einen schweren Busunfall, dessen Folgen sie ein Leben lang körperlich beeinträchtigten. Jahre später wird Frida Kahlo sagen: ”Ich habe zwei große Unfälle in meinem Leben gehabt. Den einen mit 18 und der zweite ist meine Verbindung mit Diego Rivera gewesen.”

Diego Rivera wurde Frida Kahlos größter Förderer. Rivera war bereits anerkannter Künstler in Mexiko als er Frida Kahlo kennerlernte. Er war Schöpfer monumentaler Wandbilder und hatte den Ruf eines Frauenliebhabers. Im Alter von 22 Jahren heiratete Frida Kahlo den 21 Jahre älteren Diego Rivera. Zehn Jahre später trennte sie sich von ihm. Sie wollte fortan unabhängig leben. Ihre produktivste Schaffenszeit begann. Sie heiratete Diego Rivera allerdings ein Jahr nach der Scheidung wieder.

Frida Kahlos innere Zerrissenheit, die Zerstörungskraft ihrer Ehe mit Diego Rivera und mehrere Fehlgeburten spiegeln sich in ihren Selbstbildnissen wieder. Sie leidet körperlich und seelisch. Im Verlauf ihrer Ehe mit Rivera flüchtet sie sich in Liebschaften, Alkohol, Drogen und in ihre Malerei.

Frida Kahlo – schon zu Lebzeiten eine Legende - ist heute die bekannteste Malerin weltweit. Frida Kahlos Leben war exzentrisch und geprägt von Leidenschaft, Leid und Schmerz. Obwohl ihr Leben kurz und turbulent war, hat sie uns eine einzigartige Kunstsammlung hinterlassen. Ihre Werke bilden ein gemaltes Tagebuch. Jedes Gemälde, ob Selbstbildnis oder Stilleben, hält einen Moment ihrer Gefühle und ihrer körperlichen Leiden auf eindrucksvollste Weise fest. Sie repräsentiert mit ihren Werken die Herausforderungen des Lebens, die Leidenschaft, die Liebe und die Widerstände, die uns auch in der heutigen Zeit berühren.

André Breton beschrieb ihre Kunst treffend als “ein Band um eine Bombe”. Frida Kahlo hatte den Mut sich selbst und ihr Leben in schonungsloser Offenheit vor uns auszubreiten und uns auch ihre Leiden und ihre Verluste zu offenbaren - sehr realistisch und dennoch poetisch.

Pablo Picasso schrieb: “Weder Rivera, noch Derain, noch ich verstehen es, solche Gesichter zu malen wie Frida Kahlo”. Sie war die Meisterin der Selbstbildnisse. In der Ausstellung werden nun erstmalig alle Selbstportraits von Frida Kahlo an einem Ort gemeinsam gezeigt.

Die Gemälde

Ausstellungen von Werken Frida Kahlos sind selten und schwer zu organisieren. Dies hat vor allem zwei Gründe: Einerseits umfasst das Gesamtwerk von Frida Kahlo, die 47 Jahre alt wurde und oft unter schwierigsten Bedingungen arbeiten musste, nur 144 Ölgemälde. Andererseits verfügte Diego Rivera, dass die Werke, die sich im Frida-Kahlo-Museum der Casa Azul in Coyacán befinden, Mexiko niemals verlassen dürfen. Nur die Sammlung Dolores Olmendo mit rund 25 Bildern und die Sammlung Gelmann mit 17 Bildern umfassen einen Bestand ihrer Werke, der in den vergangenen Jahren auch außerhalb von Mexiko zu sehen war.

Unser Ziel für diese Ausstellung war eine möglichst vollständige Sammlung ihrer Gemälde zu zeigen, um so von ihrem Leben und ihrem Schaffen einen Gesamteindruck zu vermitteln.

Da die Werke Frida Kahlos in der ganzen Welt verstreut sind, einige auch Mexiko nicht verlassen dürfen, von Privatsammlern nicht oder nur bedingt veröffentlicht werden, sind die Gemälde von Frida Kahlo in der Ausstellung vom Kunstmuseum Gehrke-Remund lizenzierte Repliken von © Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2008. Diese einzigartigen Repliken wurden von ausgebildeten Meisterkünstlern in mehreren tausend Stunden gemalt. Die Gemälde wurden in den Originalgrößen, mit Original-Material (Öl auf Leinwand, Öl auf Holz- bzw. Metallplatte) und im Originalstil gemalt.

Die Frida Kahlo Ausstellung im Kunstmuseum Gehrke-Remund umfasst mehr als 100 Gemälde und ist damit die umfangreichste Frida Kahlo Sammlung aller Zeiten.

Unsere Besucher können Frida Kahlos Gemälde und ihr Umfeld intensiv erleben. Neben ihren Gemälden zeigen wir auch Kleider und Schmuck. Außerdem lassen wir den Lebensmittelpunkt von Frida Kahlo und ihrer Familie, die Casa Azul (das Blaue Haus), und ihren Garten mit der aztekischen Pyramide neu entstehen.

Adresse:
Kunstmuseum Gehrke-Remund
Industriestraße 9a,
76532 Baden-Baden  (Stadtteil Baden-Oos)

Öffnungszeiten:
Montag - Sonntag: 11-18 Uhr