Artikel-Schlagworte: „zeitgenössige Malerei“

Ausstellung / Berlin: Ilias Papailiakis - Völkerschauplatz

Dienstag, 13. Januar 2009

Eine Ausstellung vom 17.1.2009 - 07.03.2003 in der Galerie Upstairs Berlin

Ilias Papailiakis, “show off”, 2008

Courtesy of upstairs berlin

Upstairs berlin freut sich, die zweite Einzelausstellung des griechischen Künstlers Ilias Papailiakis (1970) zu präsentieren. In Völkerschauplatz portraitiert der Maler Namenlose ebenso wie historische Persönlichkeiten und setzt einen Fokus auf die Aktualisierung antiker Mythen, Götter- und Heldensagen.

Die tödliche Niederlage des Schwächeren im Kampf, von Leid verzerrte Gesichter oder der Totenkopf als Mittelpunkt der Darstellung bestimmen diese Arbeiten. Saturn opfert sein Kind für den eigenen Machterhalt; hungrig nähert sich der Hund dem abgeschlagenen Schafskopf. Ilias Papailiakis zeichnet eine erbarmungslose Gesellschaft, geprägt durch grausame Kämpfe in ewiger Wiederholung.

Die Maltechnik in Öl auf Holz, mit der er erdige Farbtöne und dramatische Lichteffekte hervorbringt, erinnert an Rubens und Velázquez. Ilias Papailiakis nutzt das verführerische Täuschungspotential dieser altmeisterlichen Technik, ohne jedoch das kunstgeschichtliche Erbe zu verklären. Er wählt Ausschnitte, fragmentiert, konzentriert auf einzelne Details und hält so die kritische Distanz. Seine Interpretationen kunsthistorischen Materials bewegen sich zwischen Annahme und vollständiger Umdeutung. Sie unterwandern mit dem Bewusstsein des Zeitgenossen die Bildstrategien der alten Meister und brechen diese.

2001 vertrat Ilias Papailiakis Griechenland auf der Biennale von Venedig. Nach Einzelausstellungen in New York und London, nahm er 2007 an der Gruppenausstellung „In Present Tense“ im National Museum of Contemporary Art in Athen teil und stellte 2008 u.a. im Malmö Art Museum in Schweden aus. Im Februar 2009 zeigt die Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin Ilias Papailiakis in einer Gruppenausstellung zur zeitgenössischen Kunst Griechenlands.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Frau Signe Karkow per Telefon unter 030-209 157 90 oder senden Sie eine E-Mail an press@upstairs-berlin.com. Upstairs berlin ist von Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Ausstellung / Frankfurt: Konstellationen IV - Material / Form / Mensch / Stadt

Dienstag, 13. Januar 2009

Die Ausstellung im Städelmuseum Frankfurt am Main läuft bis zum 1. März 2009

“Konstellationen IV” präsentiert die Sammlungen des Städel Museums nach 1945 in einer ungewohnten Lesart. Unabhängig von Epochen- grenzen und kunsthistorischen Kategorisierungen werden die Werke in vier Räumen unter vier Begriffen geordnet: Material, Form, Mensch und Stadt. Das führt auf den ersten Blick Gegensätzliches zusammen und beleuchtet Bekanntes in neuen Zusammenhängen. Die vier Themen sind bewusst offen gewählt, ohne Anspruch auf grund- legende oder allgemeine Gültigkeit. Sie bieten dem Betrachter eine modellhafte Lesart, die ihm an Beispielen vorführt, wie auch im Everything Goes der Gegenwartskunst Erklärungsmuster und Deutungen möglich sind.

In diese pointierte Neupräsentation der Malerei des späten 20. Jahrhunderts integriert sind gleich mehrere Sammlungsneuzugänge: Während die Gemälde von Thomas Bayrle sowie die Arbeit von Hanne Darboven durch den Städelschen Museums-Verein erworben werden konnten, verdanken sich die beiden Porträts von Eugen Schönebeck einer großzügigen Dauerleihgabe aus Privatbesitz. Ergänzt werden sie durch eine Schenkung wichtiger Schönebeck-Zeichnungen. Erstmals wird eine “Konstellationen”-Schau und damit die Sammlung der Kunst nach 1945 durch Werke aus den Beständen der DZ Bank Sammlung im Städel Museum abgerundet, um die beiden Sammlungsteile sinnstiftend miteinander zu verschränken.
Kuratoren: Dr. Martin Engler, Leiter der Sammlung für die Kunst nach 1945; Dr. Jutta Schütt, Leiterin Graphische Sammlung ab 1750, Städel Museum.

Adresse:
Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main