German Art Project
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Ebel, Michael


In seinen Werken setzt sich der Maler Ebel gesellschaftskritisch mit den Befindlichkeiten und Beziehungsgefügen seiner Zeigenossen auseinander. Wobei er keine Individuen abbildet, sondern austauschbare Typen ohne Gesichter. Die Figuren, oft nur als Schemen angelegt, können als Stellvertreter für allgemeinere Erfahrungen angesehen werden. Auch Anklänge religiöser Themen sind möglich, so kann z.B. das Werk "Patchwork" als Darstellung der Kernfamilie Vater, Mutter, Kind verstanden werden. Allerdings ist auch der Bezug zur Mariendarstellung - nach Auffassung Ebels - nicht entlegen. Der Titel des Bildes lässt verschiedene Interpretationsmöglichkeiten anklingen, die je nach Auffassung des Betrachters unterschiedlich ausfallen können.
Ein weiteres Thema des Malers ist die Reihe "Kunstliebhaber". In diesen Bildern setzt er sich mit dem Museum als Bilderraum auseinander. Ebels moderne Malerei bezieht sich teilweise auf eigene Werke des Künstlers, vor allem auf jene, die ebenfalls das Bild-im-Bild-Motiv thematisieren. Einzelne oder mehrere Personen werden im Museumsraum abgebildet. Sie befinden sich in der Regel in direktem Dialog mit den ausgestellten Werken. Hin und wieder experimentiert Ebel in spielerischer Weise mit Zitaten und Parodien berühmter Malerzeitgenossen wie in dem Bild "Richter", Hier wird auf ein eigenes Werk Ebels "Breker" angespielt, auf dem ein Mann als Betrachter der Breker-Ausstellung wie ein unscharfes Foto gemalt wiedergegeben ist. Die Technik der Unschärfe verweist auf Gerhard Richters Frühwerke. Die Parodie entsteht durch Collagetechniken, indem die Figur des Mannes im Museumsraum das Gesicht Richters als maskenhaften Computerausdruck erhält.

Dr. Anne Behrend (Kunsthistorikerin)
zwei Trottel
zwei Trottel
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Kunstliebhaber - Waschraum im Museum
Kunstliebhaber - Waschraum im Museum
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Kunstliebhaber - Beuys
Kunstliebhaber - Beuys
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Gedränge
Gedränge
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